Dagmar Hildebrand
Vielen Dank, Frau Midyatli. – Ich weiß nicht, woher Sie die Information haben, dass diese Dinge für das Lübecker Karstadt-Haus feststehen. Ich bin darüber informiert, dass es Prüfaufträge hierzu gibt, aber es gibt noch keine Beschlüsse darüber, und es gibt auch noch keine Finanzierung, dass es so kommt, wie Sie es hier vorhersagen. Deswegen würde ich gerne wissen, woher Sie diese Information haben. (Christopher Vogt [FDP]: Prüfauftrage kennt ihr doch!) – Das wollte ich gerade sagen. Wer kennt es besser als Sie, Prüfaufträge als die größten Erfolge zu feiern? Aber ganz ehrlich: Ich habe ja gesagt: Mut und Beharrlichkeit. Es ist tatsächlich so, dass in der Tat die Fördermittel schon längst beantragt und, nach meinen Informationen, in der Bewilligungsphase sind und man damit dort mit der Gestaltung der Schule und der Klassenräume schon viel weiter ist. Mein Kenntnisstand ist, dass sie da tatsächlich viel weiter sind, als nur das Ganze zu prüfen. Ganz im Gegenteil: Es wird jetzt sogar schon nach einem Termin gesucht, wo tatsächlich auch schon die ersten Einweihungen stattfinden sollen. Zumindest ist das mein letzter Kenntnisstand. Das ist wieder das Gleiche: Erst einmal kritisieren – geht nicht, kann man nicht, macht man nicht –, und am Ende erwarte ich dann, dass die größten Kritikerinnen und Kritiker zu den größten Feiergästen werden. So wird es wahrscheinlich wieder kommen. Kommen wir noch einmal zurück zum Holstenfleet. Es ist total spannend: Es gibt einen Bericht des Bundesinnenministeriums zu der Innenstadtstrategie. Vor allem – bevor die CDU anfängt, hier laut herumzublöken – war das tatsächlich noch der Bericht von Herrn Seehofer. Da wird tatsächlich der Holstenfleet in einem Atemzug mit Sao Paolo, Paris und einigen anderen deutschen Städten genannt. Da zeigt sich, dass mutige Entscheidungen tatsächlich auch in schwierigen Situationen helfen. Worum geht es mir hier? – Wir können tatsächlich alle gemeinsam dazu beitragen, dass schwierige Situationen, vor allem Krisen, zu Trendwenden führen können. Ich wünsche mir ganz besonders, dass wir es wirklich schaffen. Da will ich, dass wir da wirklich einmal zusammenkommen, weil das kein kritisches Thema ist, was ich auch am Änderungsantrag sehe. Wir gehen da wirklich sehr konform miteinander. Zum Umgang mit dem Handel gibt es gute Konzepte und Ideen. Das hat man auch bei der Pandemie gemerkt: Support your Locals! Wir müssen es tatsächlich schaffen, dass wir offline und online zusammenbringen, dass wir eher die kleineren aus dem Start-up-Bereich entstandenen Unternehmen in unsere Innenstädte bekommen. Da helfen zum Beispiel Förderprogramme. In Paris gibt es ein Förderprogramm für ein Vorkaufsrecht der Kommune für Ladengeschäfte. Das finde ich total spannend. Wir reden gerade eher über die Vorkaufsrechte bei Wohnungen, um hier Wohnraum zu schaffen, aber auch das finde ich sehr spannend. Das ist dann eine Phase, in der regionalen Unternehmen, die gerade in der Gründung sind, geholfen wird, sich tatsächlich auf den Weg zu machen. Der andere Aspekt ist Wohnen. Ich weiß, Statik, Feuerschutz und so weiter, aber wir müssen es wirklich schaffen, den Leerstand zu reduzieren. Es wird aufgrund des Homeoffice und der Entwicklung auf den Arbeitsmärkten dazu kommen, dass wir noch viel mehr Büroflächen haben werden, die freistehen werden, auch in den Innenstädten.
