Sophia Schiebe
Sehr geehrter Landtagspräsident! Frau Wentzel, ich wollte noch einmal auf Ihren Redebeitrag eingehen. Wir alle wissen, die Inflationskosten sind gestiegen. Das haben auch Sie erkannt, sonst hätte es nicht dieses Programm mit der Sozialstaffelanhebung gegeben. Sie sagen: Damit haben wir den Familien in Schleswig-Holstein geholfen. Innerhalb weniger Wochen hat es trotz Komplikationen knapp 10.000 Unterschriften einer Petition in Schleswig-Holstein gegeben, weil die Eltern nicht mehr weiterwissen. Ich habe mich gemeinsam mit meiner Kollegin Serpil Midyatli mit den Petentinnen eng ausgetauscht. Ich habe nachgefragt: Wie sieht es aus mit dem Programm, das Sie auf den Weg gebracht haben? Die eine Mutter hat uns vorgerechnet, was im Vorhinein abgezogen wird. Sie profitiert in jedem Monat in Höhe von – raten Sie einmal? –, Sie profitiert in Höhe von 19 €. Von 19 € kann sie sich gar nichts kaufen, hat sie gesagt. Da hätte sie auch drauf verzichten können. Die Antragstellung ist viel zu kompliziert, und von den 19 € kann sie sich maximal ein Mittagessen kaufen. Und das fand ich total erschreckend: Wir haben gestern über das Thema Gleichstellung gesprochen. Beide Mütter haben gesagt, sie sind am überlegen, ob sie überhaupt noch arbeiten gehen. (Beate Raudies [SPD]: So ist es!) Ist das die Fachkräfte- und auch die Gleichstellungsstrategie, die wir hier in Schleswig-Holstein vorantreiben? Ich glaube nicht. Jetzt zu sagen: Früher war alles noch schlimmer? Das können wir immer machen, klar. Wir können immer hin- und herschieben, wer was wann wo wie gemacht hat. Die (Sophia Schiebe) Familien brauchen aber jetzt eine Unterstützung. Sie brauchen jetzt eine Antwort. (Zuruf Uta Wentzel [CDU]) Von daher warte ich darauf, wie Sie 2024 endlich die Antwort geben wollen. (Beifall SPD und SSW)
