Thomas Losse-Müller
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich halte das Thema für zu ernsthaft, um es als Effekthascherei abzutun. (Beifall SPD – Zurufe CDU) Wir haben das Gleiche gemacht, wir haben noch einmal gefragt, wie Bing, der auch auf GPT-4 zurückgreift, diesen Antrag eigentlich findet. – Er sagt: Ich finde den Antrag interessant und wichtig. Denn KI ist ein Zukunftsthema, das viele Bereiche unseres Lebens beeinflusst. Ich bin selbst ein Beispiel für KI, denn ich kann mit Ihnen in natürlicher Sprache kommunizieren und Ihnen Informationen aus dem Internet liefern. Ich bin aber auch lernfähig und möchte mich verbessern. In diesem Kontext könnte ein Mensch sagen, dass er den Antrag positiv bewertet, weil er die Beteiligung der Öffentlichkeit und die ethischen Aspekte von KI betont. Er könnte aber auch kritisch anmerken, dass der Antrag zu wenig konkrete Maßnahmen vorschlägt oder dass er zu spät kommt, da die Landesregierung schon seit Langem an einer KI-Strategie arbeitet. Das sind nur mögliche Meinungen, die nicht unbedingt meine eigenen sind. – Das sagt ChatGPT in der Bing-Version. (Unruhe) Ich glaube, der Punkt hier ist jedoch nicht, was der Antrag sagt, der Punkt ist, dass es möglich ist. Frau Kollegin Nitsch, das wäre doch eine tolle Verabredung, dass wir in diesem Parlament immer sehr klar sagen: Wir wollen keine politische Diskussion in den Formulierungen von künstlicher Intelligenz, wir wollen, dass alles das, was wir sagen, von uns autorisiert ist. Diesen Anspruch sollten wir an uns haben, absolut. Uns muss nur klar sein, dass das in den nächsten Jahren nicht mehr unsere selbstverständliche Lebenswirklichkeit sein wird. Es wird so sein, dass dieses Instrument so genutzt werden wird wie Excel oder der Taschenrechner. Es wird immer, immer wieder passieren, dass wir über Texte reden und mit Artikeln konfrontiert werden, die so geschrieben sein werden. Das ist doch der Punkt, um den es hier geht. Das heißt: gern die Verabredung, dass es nicht darum gehen darf, dass wir etwas produzieren, was wir nicht selbst auf Richtigkeit überprüfen. – Nur, Frau Waldeck, die Bedingungen, die Sie gerade an künstliche Intelligenz formuliert haben, sind ja nicht da. Die Daten sind biased, die Daten sind nicht transparent, wir können nicht verstehen, was da drin ist – und trotzdem sind sie da. Das heißt, wir werden damit noch anders umgehen müssen. Deshalb freue ich mich, dass sich der Ausschuss in Selbstbefassung mit diesem Thema weiter befassen wird. – Danke schön. (Beifall SPD)
