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Martin Habersaat

SPD 22.03.2023 Sitzungen 20/22

Frau Kollegin, wenn Sie jetzt nicht Abgeordnete wären, sondern Einwohnerin Schleswig-Holsteins, würden Sie dann sagen, das ist genug? – Was ist genug? Was Sie für den Klimaschutz unternehmen. – Ich bin Abgeordnete und stehe hier an dieser Stelle als Abgeordnete; ich bin auch Einwohnerin. Ich habe gerade gesagt, dass wir alle viel mehr tun müssen, um unsere Klimaziele zu erreichen, und dabei bleibe ich. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Gleichzeitig stellen wir Mittel für investive Maßnahmen im Binnenhochwasserschutz bereit. Wir schauen eben nicht nur nach links und rechts, sondern haben das ganze Land im Blick. Noch einmal zurück zum Naturschutz, der mir natürlich besonders am Herzen liegt und der auch heute noch keine Rolle gespielt hat. Wir unterstützen zusätzlich die Arbeit der vielen jungen Menschen im Freiwilligen Ökologischen Jahr mit finanziellen Mitteln. Diese jungen Menschen stellen das Fundament des Naturschutzes an der Basis dar und haben eine sehr wichtige Aufgabe bei der Bildung und Aufklärung unserer Gäste im ganzen Land. Genau daran anschließend möchte ich betonen, wie wichtig die Umweltbildung ist. Nur wenn wir die Menschen mitnehmen, sie begeistern und über die Schönheit und Bedeutung unserer Ökosysteme und auch einzelner Arten aufklären, können wir die Natur wirklich schützen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Martin Balasus [CDU] und Uta Wentzel [CDU]) Deshalb unterstützen wir auch den BUND bei der Sanierung des Umwelthauses Neustädter Bucht. Last but not least möchte auch ich – es gab eben schon einige Projekte, die erwähnt worden sind – noch ein kleines Projekt vorstellen. Es ist ein mediales Naturschutzprojekt mitten im Nationalpark Wattenmeer. Auf der kleinen, unbewohnten Hallig Norderoog, mitten in der Zone 1 des Nationalparks, brüten Brandseeschwalben. Es ist mittlerweile die einzige Kolonie in Schleswig- Holstein, gleichzeitig aber auch die größte im gesamten Nordseeraum. Nur der Vogelwart des Vereins Jordsand kommt jedes Jahr in den Genuss, dieses Brutgeschehen vor Ort mitzuerleben. Das wollen wir ändern und mit einer Echtzeitübertragung per Kamera aus dem Herzen des Nationalparks beim Brutgeschehen dabei sein. Mit diesem Kameraprojekt können wir aber auch Landunter und den Meeresspiegelanstieg in Bildern zeigen. Wir wollen diese Bilder in Infozentren bringen, aber auch Schulklassen zur Verfügung stellen. Denn nur, was wir kennen und wertschätzen, können wir auch schützen. Wir wollen die Menschen in den Nationalpark, aber auch in streng geschützte Bereiche mitnehmen und sie daran teilhaben lassen. Es geht eben doch um jede einzelne Art, die Teil eines Ökosystems ist. Letztendlich gehören auch wir Menschen dazu, obwohl es sich manchmal hier im Plenarsaal nicht so anfühlt. – Vielen Dank. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU – Vereinzelte Heiterkeit CDU)

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