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Dirk Kock-Rohwer

GRÜNE 22.03.2023 Sitzungen 20/22

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Der Einzelplan 08 weist weite Bereiche auf. Wir haben es gerade gehört: Es geht um Landwirtschaft, ländliche Räume, Verbraucherschutz und auch Europa. Die Kollegin hat gerade viele, gute Einzelpunkte genannt, die gefördert werden, geplant sind und mit Mitteln unterstützt werden. Ich möchte mich in meinem Kurzbeitrag auf den Bereich Landwirtschaft beschränken und – wen wundert es? – auf die Förderung der Nachhaltigkeit. Es kommt immer gern der Vorwurf, ich kümmerte mich nicht um die konventionelle Landwirtschaft. Wir haben uns in diesem Einzelplan allerdings auch um die konventionelle Landwirtschaft gekümmert. Als Zahl möchte ich nennen: Wir stellen 5,1 Millionen Euro für die Personalkosten der Landwirtschaftskammer für die Weisungsaufgabe Pflanzenschutz zur Verfügung. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Für mich persönlich ist das eine Zahl, die ich im Laufe der nächsten Jahre gern etwas verringern würde, weil dann die Weisungsaufgabe Pflanzenschutz vielleicht nicht mehr ganz so groß sein muss. Aber wir müssen den Weg in die Zukunft unter diesen neuen klimatischen und ökologischen Vorzeichen aufzeigen. Zum Beispiel geht dies durch Mittel zur Einrichtung eines Kompetenzzentrums für klimaeffiziente Landwirtschaft. Dafür haben wir knapp eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt. Der Dialogprozess „Zukunft der Landwirtschaft“ wird fortgeführt. Auch dafür sind Mittel zur Verfügung gestellt worden. Zur Verstärkung dieser Aufgabe werden auch die Mittel für die Beratung für eine nachhaltige Landwirtschaft erhöht, und es gibt Zuschüsse für unterstützende Tätigkeiten für den ökologischen Landbau. (Dirk Kock-Rohwer) Wir haben heute über wirklich große Summen gesprochen, aber für die Bürgerinnen und Bürger sind kleine, anfassbare Projekte auch ein wichtiges Zeichen unserer Politik. Als Beispiel möchte ich hier nur das Projekt „Nachhaltige Baumschulwirtschaft“ in Ellerhoop im Kreis Pinneberg in Erinnerung rufen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt CDU – Zuruf Beate Raudies [SPD]) Dort soll erforscht werden, wie ohne Torf, mit weniger Wasser und mit möglichst mechanischer Beikrautregulierung eine wirtschaftlich tragbare Baumschulwirtschaft etabliert werden kann, (Beate Raudies [SPD]: Das machen die schon seit zehn Jahren!) um gerade im Kreis Pinneberg, wo Pflanzenschutzmittel nicht unbedingt das am geringsten genutzte Mittel sind, zu einer vernünftigen, nachhaltigen Baumschulwirtschaft zu kommen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SSW und vereinzelt CDU) Mich freut besonders, dass wir das hier durchgebracht haben. Wir werden die Vorteile und die Erfolge dieses Projekts hoffentlich hier in diesem Haus hören. – Vielen Dank. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SSW und vereinzelt CDU)

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