Martin Habersaat
Vielen Dank, Frau Kollegin. – Sie haben die Heimvolkshochschulen genannt. Ich frage, warum gerade die bei den plus drei Prozent ausgenommen sind. – Da haben Sie vielleicht nicht richtig geguckt. Die sind jetzt tatsächlich noch dabei. – Nachträglich? – Ja, die sind dabei. Genau. (Beate Raudies [SPD]: Da freut sich Dr. Rossmann, wenn ich ihm das sage!) Wie heute Morgen schon erwähnt wurde: Oft sind es nur sehr kleine Beträge, die aber eine große Hilfe sind. Der Kollege Vogt sprach heute Morgen die besondere Lage an, in der wir uns gerade befinden. Er sprach von der großen Verunsicherung der Menschen. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir auch im Bereich Soziokultur – das sagte die Kollegin Waldinger-Thiering gerade schon – die LAG Soziokultur mit 55.000 Euro stärken. Die MusicalAcademy am Nordkolleg wurde hier auch schon erwähnt. Insbesondere – das wurde hier noch nicht erwähnt – freue ich mich darüber, dass im Bereich kulturelle Bildung auch das Projekt „Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule“ inklusive der Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler und der entsprechenden Projektmittel an Schulen in der Fläche weiter gefördert werden kann, nachdem die Förderung durch die Stiftung Mercator ausgelaufen ist. Kollege Vogt, Sie wissen, Kulturförderung hilft auch, die Resilienz der Gesellschaft zu stärken. Wir liegen mit unserer Sozialpolitik nicht völlig daneben. Auch Kultur kann Sozialpolitik. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt CDU) Deswegen haben wir keinen Haushalt der verpassten Chancen, sondern einen Haushalt, der Chancen durch kulturelle Bildung, Stärkung der Erwachsenenbildung und Erinnerungskultur ermöglicht. Das ist echte Daseinsvorsorge. (Uta Röpcke) Dass wir die Kinos im ländlichen Raum und die Filmfestivals fördern wollen, hat mein Kollege Lasse Petersdotter heute Morgen schon erwähnt. Über Denkmalschutz sprechen wir morgen noch. Zuletzt ein Thema, das mir persönlich besonders am Herzen liegt. Sie haben heute schon die SocialMedia-Kampagne angesprochen. Sie werden das wissen. Die Kultureinrichtungen haben sich in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz schon längst auf den Weg gemacht. Dass wir sie auf diesem Weg mit 50.000 Euro für die Umsetzung des Vorhabens „Kultur kann Klima“ am Nordkolleg bestärken, freut mich besonders. Die Kultur- und Filmbranche, Clubs, Museen, Theater sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft werden ihren Beitrag dazu leisten, dass wir nicht nur erstes klimaneutrales Industrieland, sondern auch erstes klimaneutrales Kulturland Schleswig-Holstein werden. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt CDU)
