Nelly Waldeck
Eine Frage, die mich ein bisschen irritiert. Wir sprechen oft darüber: Tickets oder Ausbau. Sie haben am Anfang gesagt, das Bildungsticket wäre sinnvoll, weil wir durch das 9-Euro-Ticket gezeigt haben, dass Tickets auch genutzt werden, auch wenn der Ausbau noch nicht so weit ist. Wie widerspricht sich das mit dem Jobticket, wenn Sie kritisieren, dass das Jobticket nicht genutzt oder nur in Kiel genutzt werde? Ist das nicht ein Dissens? – Mir scheint beim Jobticket schon ein systematischer Fehler vorzuliegen, wenn in Dithmarschen überhaupt nur 72 Nutzerinnen und Nutzer das Jobticket nutzen, es im gesamten Gültigkeitsbereich des HVV überhaupt nicht genutzt wird und es eigentlich nur deswegen funktioniert, weil Beschäftigte des Landes und des UKSH damit in Kiel de facto kostenfrei busfahren können, ohne selbst im Monat etwas dazuzuzahlen. Das ist alles gut, ich gönne das den Beschäftigten auch. Ich glaube aber, das eigentliche Ziel des Jobtickets, das wir hatten, verfehlen wir damit krachend. Deswegen besteht da in dem Moment kein Widerspruch zwischen Ausbau des Angebotes und günstigeren Tickets. Ich finde ein Jobticket vollkommen in Ordnung, aber so, wie es gerade in Schleswig-Holstein ist, funktioniert es in der Fläche ja offensichtlich nicht. Ihr Auftrag wäre, daran zu arbeiten. Alles, was Sie stattdessen sagen, ist, dass das Jobticket jetzt auch noch die Lösung für die Azubis sein soll, für die Sie kein eigenes Ticket machen wollen. Das ist mir zu wenig. (Beifall SPD, FDP und SSW)
