Annabell Krämer
Das hört sich gut an. Gerne hätte ich mit Ihnen gemeinsam einen Antrag gestellt, wenn Ihr Antrag ein kleines bisschen Substanz gehabt hätte. Sie zeigen ausschließlich auf den Bund, weil – wie der Kollege Rickers gerade sagte – den Handwerksbetrieben kein finanzieller Nachteil entstehen darf. Was machen Sie, anstatt wie ich einen Fördertopf zu fordern? – Sie sagen: Wir unterstützen den Bund bei der Bereitstellung von Mitteln. Sie möchten größere Arbeitseinheiten und Aufgabenbündelung erreichen, und Sie möchten dem Mangel an Tierärzten in der Fläche entgegenwirken, obwohl gerade die Veterinärin gesagt hat, dass das gar nicht das Problem ist. Das Problem ist einfach, dass die Leute vor allem dann anständig schlachten, wenn sie wissen, dass sie überprüft werden. Sie waren doch beim Fachgespräch dabei; keine Ihrer Maßnahmen greift hier! Keine ist dazu geeignet, sofort Abhilfe zu schaffen. Deshalb verstehe ich nicht, wie sich die Grünen hinter so einem Antrag verstecken können. – Wir haben doch im Anhörungsverfahren ganz genau gehört, dass die Tierärzte unter einem Fachkräftemangel leiden. Die Tierärzte wollen nicht mehr in die kleinen Schlachthöfe gehen. Der Tierarzt hat die Zahl genannt hat, wie viel er für einen Einsatz in einem Schlachthof bekommt. Wenn man betrachtet, welche Zeit er braucht, um dahin zu fahren, dann ist es vollkommen logisch, dass das so nicht weiter funktionieren kann. Dieser Punkt ist wichtig, wenn wir die kleinen Schlachthöfe erhalten wollen, und wir wollen die kleinen Schlachthöfe erhalten. Das wird noch weiter ausgeführt. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU)
