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Rixa Kleinschmit

CDU 25.01.2023 Sitzungen 20/16

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Im Jahre 2010 wirtschafteten in Schleswig-Holstein 440 ökologische Betriebe. Zehn Jahre später waren es 700 der insgesamt circa 12.200 Betriebe. Dieser Anstieg liegt damit sogar leicht über dem Bundestrend, und die Anzahl ist seitdem noch weiter gestiegen. Auch die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Produkten ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Corona hat diesen Trend noch beflügelt. Im zweiten Coronajahr lag der Branchenzuwachs sogar bei plus sechs Prozent. Wir alle kennen die Gründe. Vielen waren viel mehr zu Hause. Es wurde wieder mehr selbst gekocht, und Geld, das oft in Restaurantbesuche oder Ähnliches investiert wurde, gab man für hochwertige, höherpreisige und oft auch regional und biologisch erzeugte Lebensmittel aus. Nur ein Jahr später sieht die Welt anders aus. Das wissen wir alle. Die Unsicherheiten durch Krieg, Energiekrise und Inflation lassen die Menschen zwangsläufig vorsichtiger und sparsamer werden. Dies macht sich besonders an der Supermarktkasse bemerkbar. Lag der Preisanstieg für Lebensmittel von 2000 bis 2019 bei lediglich 1,5 Prozent, was auch kritisch zu hinterfragen wäre – aber das ist ein anderes Thema –, sind die Preise von Dezember 2021 bis Dezember 2022 laut Verbraucherzentrale um 20,7 Prozent gestiegen. Dadurch geht der Griff des Verbrauchers quasi automatisch wieder in die unteren Regionen der Regale und zu den Discountprodukten. Die Verlierer dieser Entwicklung sind die hochpreisigen Produkte, die Mehrwertprogramme, zum Beispiel die Initiative Tierwohl und besonders die Bioprodukte. In den letzten Monaten kam es sogar zu der absurden Situation, dass konventionell erzeugte Milch am Markt teilweise höher vergütet wurde als biologisch erzeugte Milch. (Unruhe)

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