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Malte Krüger

GRÜNE 15.12.2022 Sitzungen 20/14

Ich will es ganz kurz halten. Weil ich das mit der Office-Problematik sehr oft höre und dass das Land den Schulen oder Lehrkräften Office-Produkte verbieten würde: Das ist nicht der Fall. Es kommt auf die Schulträger an. Einige Schulträger haben Office-Produkte, andere eben nicht. Das ist das Problem. Darauf wollte ich nur einmal hinweisen, weil ich das sehr oft in der Öffentlichkeit höre. Das ist meiner Meinung nach eher ein Gerücht als die Wahrheit. Ich selbst habe mit Word gearbeitet. – Ich weiß, das nervt die Lehrkräfte aber trotzdem, und das kann ich verstehen. Zum Informatikunterricht: Wir finden das natürlich richtig. Es ist auch richtig, dass man jetzt erprobt, ihn schrittweise einzuführen. Wir haben auch schon festgestellt – ich hoffe, das sehen alle Beteiligten so –, dass etwas über 200 Lehrkräfte gut sind. Wenn wir uns aber die Zahlen der Schulen ansehen und das, was man in gar nicht so weiter Entfernung damit erreichen will, müssen wir einfach offen sagen, dass das viel zu wenige sind, dass es so nicht funktionieren wird. Deswegen müssen wir uns vor allem im Bereich Informatik darum kümmern, dass wir bei der Lehrkräftegewinnung neue Wege gehen. Ansonsten werden wir die Ziele, die sich die Landesregierung gesteckt hat und die richtig sind, nicht erreichen. Ganz kurz etwas zu den Kitas, die auch Bestandteil des Konzepts sind. Die Kitaministerin ist auch da. Auch dort ist die Digitalisierung eine Chance. Ich teile das, was die Wissenschaftler dazu sagen: Die Digitalisierung sollte in die Bildungs- und Orientierungspläne der Kitas hineingeschrieben werden. Wir müssen die Erzieherinnen und Erzieher fortbilden, wir müssen Konzepte erarbeiten und die dann umsetzen. Ich hoffe, dass wir den Vorschlag der Wissenschaftler aufnehmen und die Eltern mehr in den Fokus nehmen. Wenn ich allein meinen Bekanntenkreis anschaue, wie viele Kitaeltern Bilder ihrer Kinder ins Internet stellen, stelle ich fest: Das Thema Medienbildung ist nicht nur bei den Kindern wichtig, sondern auch bei den Eltern, Frau Ministerin. Viel- (Christopher Vogt) leicht kann man das noch einmal stärker herausstellen. (Beifall FDP, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt CDU) Auch in den Grundschulen kann man eine Menge tun, erste Grundlagen schaffen und spielerisch an das Thema Kodierung heranführen. Es gibt auch viele gute Apps, die bei den basalen Fähigkeiten helfen könnten. Das Thema Ganztag ist auch hier aus meiner Sicht eine große Chance. Frau Ministerin, bei den Hochschulen müssen wir mehr Geld des Landes in die Hand nehmen, um die Digitalisierung dort deutlich voranzutreiben. Das kostet viel, da sind teure Anschaffungen notwendig, aber das lohnt sich. Gerade im Bereich der digitalen Prüfungen haben wir eine große Chance, was die Hochschulen angeht. Auf die Wissenschaft zu hören, ist immer gut, auch bei der Digitalisierung. Entscheidend ist aber, dass man ins Handeln kommt, dass man nicht immer auf andere zeigt, dass man mehr Tempo bei der Digitalisierung des Bildungswesens aufnimmt, und vor allem, dass man aus Fehlern lernt und es zukünftig besser macht. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. Wir sehen uns gleich noch einmal wieder. – Vielen Dank und einen schönen Abend. (Beifall FDP, SSW und vereinzelt SPD)

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