Daniel Günther
Herr Kollege Buchholz, Sie hatten bereits mehrfach Gelegenheit, Ihre Position zum Ausdruck zu bringen. Ich habe eine Frage beantwortet. Jetzt würde ich gerne bis zum Ende meiner Rede kommen, zumal ich meine Redezeit bereits überschritten habe, was ich als Ministerpräsident normalerweise nicht so gern tue. Mit dieser Entscheidung ist ein Weg gefunden worden, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu stärken, ohne dass strategisches Know-how sowie IT- und Vertriebsdaten aus der Hand gegeben werden. (Ministerpräsident Daniel Günther) Unabhängig davon gilt es, dass wir uns in keinem wichtigen Bereich allein auf China stützen. Diese Lektion sollten wir alle aus der russischen Aggression gelernt haben. Deshalb unterstützt die Landesregierung alle Bemühungen, die Kontakte in andere Staaten zu intensivieren, zum Beispiel mit der Ostseestrategie. Diese Diversifizierung wird helfen, die einseitige Abhängigkeit von China zu verringern und anderen Volkswirtschaften neue Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen. (Beifall Lasse Petersdotter [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) – Vielen Dank. – Das wird aber Zeit brauchen. Bis dahin begrüße ich es, wenn wir in Schleswig-Holstein, in Deutschland und in der EU gegenüber China einheitlich auftreten und faire Handelsbedingungen durchsetzen. Deswegen werden wir weiterhin mit der WTSH in Hangzhou vertreten sein. Wir müssen Beziehungen zu China aufrechterhalten; denn die großen globalen Herausforderungen werden ohne China nicht gelöst werden können. Deswegen werden wir unsere Beziehungen zu China klug und abgewogen in den nächsten Jahren weiterentwickeln. – Vielen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
