Nelly Waldeck
Wir stellen uns nicht gegen eine weitere Verbringung von Sedimenten bei der Tonne E 3, weil dies die am wenigsten schlechte Lösung aller möglichen Verklappungslösungen darstellt. Wir sagen auch, dass dies auf Dauer nicht nachhaltig sein kann. Es muss parallel an der Entwicklung eines nachhaltigen Sedimentmanagements gearbeitet werden. Dazu gehört die sinnvolle Verwendung der anfallenden Sedimente etwa für den Küstenschutz. Dazu gehören Maßnahmen, die helfen, das Tidesystem Elbe wieder ins Gleichgewicht zu bringen; denn die natürliche Dynamik der Tide ist durch menschliche Eingriffe stark beeinträchtigt. Es hat das Forum Tideelbe gegeben. Dort wurden Maßnahmen vorgeschlagen, zum Beispiel wie dem Fluss mehr Raum gegeben werden könnte. Der Hamburger Hafen ist ein wichtiger Arbeitgeber auch für Schleswig-Holstein. Die Elbe ist eine bedeutende Wasserstraße. Das wissen wir und erkennen wir an. Aber die Unterelbe, das Mündungsästuar und das Weltnaturerbe Wattenmeer sind eben auch einzigartige und wertvolle Ökosysteme. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt CDU) Wir wünschen uns, dass diese Tatsache von allen Fraktionen hier im Haus wie auch von der gesamten Hamburger Bürgerschaft Anerkennung und Berücksichtigung findet. Wir haben nur die eine Erde. Der Naturschutzgipfel in Montreal hat uns erneut ermahnt, dass wirtschaftliche Interessen nicht über den Erhalt der Ökosysteme gestellt werden sollen; denn damit gefährden wir unsere eigenen Lebensgrundlagen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich danke unserem Umweltminister, dass er sich für einen Schlickgipfel mit Hamburg und Niedersachsen eingesetzt hat, sowie allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in den Verhandlungen mit Hamburg für gute Lösungen einsetzen. Gut für die Wirtschaft, für den Tourismus und für die Ökosysteme. – Vielen Dank. WP) - 13. Sitzung (neu) - Mittwoch, 14. Dezember 2022 (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt CDU)
