Dr. Sabine Sütterlin-Waack
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Bereits mit dem Zukunftsplan Sportland Schleswig-Holstein haben wir festgeschrieben, vermehrt größere Sportveranstaltungen in Schleswig-Holstein durchzuführen – vor allem solche mit Strahlkraft und entsprechender Besucherrelevanz. Dabei geht es auch darum, die Themen Sport und Tourismus stärker miteinander zu vernetzen, unter anderem, indem wir eine Eventstrategie Sport und Tourismus entwickeln. Darüber hinaus haben wir auch im aktuellen Koalitionsvertrag vereinbart, dass das Land „sich als Partner des Sports zu mehr sportlichen Großevents in Schleswig-Holstein“ bekennt. Wir wollen uns damit noch stärker als bisher darum bemühen, Sportgroßveranstaltungen nach Schleswig-Holstein zu holen. Dabei sind die Aspekte der Klimaneutralität wie auch der UN-Nachhaltigkeitsziele für uns selbstverständlich. Meine Damen und Herren, tatsächlich sind wir inzwischen sogar dabei, diese Selbstverpflichtung umzusetzen. Eine neue, eigene Richtlinie über die Förderung von Sportveranstaltungen in SchleswigHolstein (Sportveranstaltungs-Förderrichtlinie) ist bereits im Amtsblatt SH veröffentlicht. Sie bildet (Ministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack) schon für das kommende Jahr die Grundlage der Sportförderung in diesem Bereich. Neu ist, dass die Richtlinie bezüglich der Zuwendungsvoraussetzungen und -höhen sowie der Art der Zuwendung erstmals zwischeninternationalen oder nationalen Sportgroßveranstaltungen, Meisterschaften beziehungsweise sonstigen Sportveranstaltungen von überregionaler Bedeutung unterscheidet. Damit tragen wir nicht nur den besonderen Anforderungen von sportlichen Großveranstaltungen Rechnung, sondern wir erhöhen auch die Chance für erfolgreiche Bewerbungen durch Ausrichter aus Schleswig-Holstein. Über die Richtlinie werden die Zuwendungsempfängerinnen und -empfänger nun auch erstmalig verpflichtet, ihre Sportveranstaltungen umweltgerecht und nachhaltig auszurichten. Als Hilfestellung dienen dazu der vom Bundesumweltministerium erstellte Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen sowie entsprechende Checklisten. Was die im vorliegenden Antrag formulierte nachhaltig zu schaffende Infrastruktur für Sportgroßveranstaltungen angeht, haben Sie meine volle Unterstützung. Wie es nicht geht, konnten wir zuletzt ja bei einigen internationalen Events sehen. Zum Beispiel den olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro. Das ist leider ein Negativbeispiel. Aber auch in Katar bezweifle ich, dass es eine nachhaltige Nachnutzung geben wird. Diese Anschlussverwendungen ist aber ein wichtiges Kriterium für wirklich nachhaltige Sportgroßveranstaltungen. Hier sind insbesondere die Veranstalter selbst aufgerufen, eine nachhaltige Infrastruktur herzustellen. Sollten dafür Fördergelder vom Land beansprucht werden, so muss ich darauf hinweisen, dass das bestehende Antragsvolumen für kommunale Sportstätten regelmäßig stark überzeichnet ist. Aber ich bin gerne bereit, darüber mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. – Vielen Dank. Kein Platz für Homophobie – Schleswig-Holstein ist weltoffen und tolerant Antrag der Fraktionen von FDP, CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und SSW Drucksache 20/394 (neu)
