Martin Habersaat
Kleine Anfrage! – Unruhe) Wir haben gestern über den IQB-Bildungstrend gesprochen. Wir können verschiedene Klassen nehmen: Da sitzt die Hälfte und hat von zu Hause ein Tablet oder einen Laptop mit, während die andere Hälfte dort sitzt und nichts hat. Mit „nichts“ meine ich: wirklich nichts. (Werner Kalinka [CDU]: Das stimmt doch so überhaupt nicht! Das sind doch nur Behauptungen! – Weitere Zurufe) Wenn dann Hausaufgaben über die Lernplattform itslearning geschickt werden, die Kinder kein Datenvolumen mehr auf ihrem Handy haben und damit die E-Mail nicht abrufen und nicht bearbeiten können, am nächsten Tag in die Schule kommen und sagen müssen: „Ich konnte die Hausaufgaben leider nicht machen“, und dann Punktabzug bekommen, weil sie die Hausaufgaben nicht gemacht haben, dann sind wir noch weit davon entfernt, von Digitalisierung und vor allem Bildungsgerechtigkeit zu sprechen. (Beifall SSW) (Werner Kalinka [CDU]: Pauschaler geht’s nicht!) – Das hat mit Pauschalität nichts zu tun. Manchmal hilft es, wenn man in seinem Wahlkreis unterwegs ist. Manchmal hilft es, sich mit den Menschen oder mit den Besuchergruppen zu unterhalten und zuzuhören, wenn die Kinder, die jungen Menschen, ihr Leid klagen. Das muss unser Ansporn sein, deutlich besser zu werden. (Beifall SSW und SPD – Zuruf Martin Habersaat [SPD]) – Das macht nichts. – Das mit dem DigitalPakt ist echt ein Desaster. Es wäre schön, wenn ich jetzt einen Vergleich zu der Grundsteuer ziehen könnte, wo jeder Immobilienbesitzer Angaben machen sollte. Auch da gab es eine Fristverlängerung. Gewähren Sie auch hier eine Fristverlängerung, damit auch die letzten Schulträger ihre Anträge in einem ordentlichen Verfahren stellen können, damit endlich alle Kinder in Schleswig-Holstein einen Teil des DigitalPakts bekommen! Nicht, dass die Mittel nächstes Jahr mit der Gießkanne über alle ausgekippt werden! Ich bin gespannt, wie oft wir noch über den DigitalPakt reden werden. Das ist erst der erste. Es kommt noch ein zweiter für Hochschulen. Aber wer weiß, was in Zukunft mit der Digitalisierung in Schleswig-Holstein passiert. (Beifall SSW und SPD – Unruhe)
