Silke Backsen
Ich möchte nur eine oder zwei Sachen kurz klarstellen, damit es nicht zu einer Vermischung fachlicher Grundlagen kommt, was ich auch bei meiner Arbeit als Biologin immer wieder feststelle. Man kann die Gänse nicht in einen Topf werfen. Es gibt jagbares und nicht jagbares Wild. (Unruhe CDU – Werner Kalinka [CDU]: Es sind zu viele!) – Natürlich kann man das – Herr Kumbartzky wirft sie in einen Topf. Herr Kumbartzky hat ja auch in den sozialen Medien sehr gute Möglichkeiten kundgetan, wie man die Gänse loswird. Deswegen wollte ich jetzt aber nicht mit Ihnen reden. Ich wollte nur unterscheiden: Es gibt jagbares und nicht jagbares Wild. Die Graugans ist jetzt schon jagbares Wild. Deswegen kann man sie nicht mit dem aktuellen Stand einer geschützten Art vergleichen. Dies nur noch einmal kurz zur Information. Eine Eientnahme bei den Graugänsen ist ebenfalls möglich. Da ich an der Westküste zu Hause bin und selbst aus der Landwirtschaft komme, kann ich sagen, dass dies – in einem hohen Maße – durchgeführt wird. Die Bejagung vor Ort ist auch möglich. Abschließend für alle, die vielleicht noch wissen wollen, wie Populationswachstum funktioniert: Es entsteht ein großes Problem bei dieser Eientnahme. Man hat wahrscheinlich irgendwann ein bestimmtes Plateau erreicht, wir denken, es sei alles in Ordnung, und greifen ein. Und dann reduzieren wir die Population auf ein Niveau, bei dem das Populationswachstum wieder unglaublich stark angeregt wird. Das ist bei der Graugans durch die Eientnahme eindeutig zu sehen. Ich gebe nur zu bedenken, dass es eben keine einfachen Antworten auf diese Probleme gibt. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Sandra Redmann [SPD]) Nur noch kurz zur Vogelgrippe: Diese wird auf jeden Fall nicht hauptursächlich durch die Wildgänse verursacht. – Vielen Dank. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD)
