Annabell Krämer
Ich habe das Gefühl, dass Sie meinen Antrag nicht gelesen haben. Ich habe gesagt: Wo Schwimmstätten nicht fußläufig oder mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar sind, muss es Fahrtkostenunterstützung geben. Wo es noch weiter ist, muss man die Möglichkeit schaffen – (Malte Krüger) es gibt sie schon, sie wird meines Erachtens zu wenig genutzt –, im Rahmen von Kompaktkursen Schwimmkurse zu geben. Insofern brauchen wir keine neuen Schwimmstätten. Gott sei Dank haben wir mit unserem Antrag zum FAG dazu beigetragen, Betriebskostenunterstützung zu gewährleisten. Wir brauchen keine neuen Schwimmstätten, wir müssen unsere vorhandenen erhalten. Geben Sie mir recht, dass wir mit über 100 befähigten Schwimmstätten in SchleswigHolstein eigentlich die Möglichkeiten haben? (Lukas Kilian [CDU]: Man werfe der Fragestellerin einen Rettungsring zu!) – Ich habe Ihren Antrag gelesen, seien Sie unbesorgt. Ich komme genau jetzt zu den Punkten, die Sie ansprechen. (Annabell Krämer [FDP]: Ach!) Sie müssen sich einfach nur einen Moment gedulden. Ich habe nämlich den Vorschlag gesehen, dass es Klassenfahrten und Kompaktkurse geben soll. Das kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Diese Lösung ersetzt aber nicht regelmäßigen Schwimmunterricht. Motorische Fähigkeiten entwickeln sich nicht per Knopfdruck, sondern brauchen Zeit und regelmäßiges Üben. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Peer Knöfler [CDU]) Es führt also kein Weg daran vorbei, dass wir in zumutbarer Nähe mehr Schwimmbäder bräuchten, um das Angebot auszubauen. Das Ziel eint uns: Jedes Kind soll schwimmen lernen. Wir können und werden natürlich Anstrengungen unternehmen, um das Schwimmangebot auszubauen. Das steht bereits in unserem Wahlprogramm, so steht es auch im Koalitionsvertrag. (Annabell Krämer [FDP]: Aber nicht im Antrag!) Dort können Sie lesen: Wir haben bereits eine Schwimmlernoffensive. Die Landesregierung wird diese mit den vorhandenen Möglichkeiten weiter fördern. Grundschulen wollen Schwimmunterricht anbieten. Das höre ich von allen Schulleitungen, die eben auch Probleme haben, weil wir kein Schwimmbad in der näheren Umgebung haben. Circa 100 Grundschulen haben aber eben begrenzte Kapazitäten. Manchmal fehlt die Möglichkeit. Deswegen werden die DLRG, die Wasserwacht, die Sportverbände, die Schwimmstättenbetreiber, weitere Organisationen und Verbände und natürlich auch die Eltern weiter wichtige Akteure für das Schwimmenlernen bleiben. Wir werden sie einbeziehen und bestmöglich mit den Schulen vernetzen. Ich weiß, dass einige Vertreter dieser Verbände anwesend sind, und sage deshalb zum Abschluss: Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz, Kindern und Jugendlichen Schwimmen beizubringen! (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU) Unser Antrag ist ein Versprechen, das Mögliche umzusetzen und zu einer Verbesserung beim Schwimmunterricht zu kommen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU)
