Tobias Koch
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zum 20. Mal haben die Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner einen neuen Landtag gewählt. Mit großer Freude schaue ich heute Morgen in die Runde der 69 Abgeordneten. Sehr viele neue Gesichter sind darunter. Ihnen und - Donnerstag, 30. Juni 2022 31 euch allen noch einmal ein ganz herzliches Willkommen! (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Jette Waldinger-Thiering [SSW]) Mit besonderer Freude erfüllt es mich, dass fast genau die Hälfte dieses Plenums von den Abgeordneten meiner Fraktion eingenommen wird. Von den 34 CDU-Abgeordneten sind acht zum ersten Mal im Landtag vertreten. Von den 34 Abgeordneten sind seit heute Morgen 12 Frauen – mehr als in jeder anderen Fraktion. Wer bitte schön hätte das im Vorfeld für möglich gehalten? (Beifall CDU – Lachen SPD und SSW) Insgesamt liegt der Frauenanteil des neuen Landtags bei über 40 Prozent – so hoch wie seit Ende der 1990er-Jahre nicht mehr. (Beate Raudies [SPD]: Das ist aber nicht euer Verdienst!) Erst zum dritten Mal überhaupt steht eine Frau an der Spitze des Landtags. Noch einmal herzlichen Glückwunsch, Frau Präsidentin! Über Ihre Wahl haben wir als CDU-Fraktion uns ganz besonders gefreut. Darauf sind wir sehr stolz. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Christopher Vogt [FDP]: Ihr habt aber auch mehr Männer als alle anderen Fraktionen!) – Ja, das stimmt. Das ist auch richtig, Herr Kollege Vogt. (Martin Habersaat [SPD]: Und mehr Staatssekretäre!) Der Landtag ist aber nicht nur weiblicher, sondern auch deutlich jünger geworden. Mit drei Abgeordneten unter 30 Jahren leisten auch wir als CDUFraktion dazu unseren Beitrag. Das freut uns ebenfalls sehr. Mich freut zudem, dass wir in meiner Fraktion Abgeordnete aus Stadt und Land gleichermaßen vertreten haben. (Beate Raudies [SPD]: Jetzt mal Butter bei die Fische, Herr Kollege!) Abgeordnete aus allen vier kreisfreien Städten – das würde ich schon gern einmal würdigen, Frau Kollegin – in unserer Fraktion zu haben, empfinde ich als sehr große Bereicherung. Das hat es in der CDUFraktion lange Zeit nicht mehr gegeben. Auch darüber freuen wir uns sehr. (Tobias Koch) (Beifall CDU – Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Und nun zum Thema, Herr Kollege!) Ich knüpfe gern an die Worte des Herrn Oppositionsführers an: Neben unserem phantastischen Wahlergebnis stelle ich fest, dass wir der erste Landtag sind, aus dem die AfD wieder herausgeschmissen worden ist. Das ist eines der ganz großen, tollen Ergebnisse dieser Landtagswahl. Das bleibt hoffentlich so. Die Plätze, die früher von dieser Partei besetzt waren, dürfen gern leer bleiben. (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, vereinzelt SPD und Beifall Oliver Kumbartzky [FDP]) Meine Damen und Herren, nach der Konstituierung des Landtags vor drei Wochen haben wir gestern mit der Wahl des Ministerpräsidenten den nächsten großen Schritt gemacht, in den kommenden fünf Jahren unser Land zu regieren und zum Wohle unseres Landes hier zu gestalten. Meine Gratulation am heutigen Vormittag hätte deswegen zuallererst unserem Ministerpräsidenten gegolten. Diese Wünsche sende ich jetzt zu ihm nach Hause; ich vermute, dass er uns am Bildschirm folgt. Lieber Daniel Günther, herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl und alles, alles Gute für die kommende Amtszeit! (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich muss zugeben: Wir waren uns ja schon vor der Landtagwahl sicher, dass wir einen ausgesprochen populären Ministerpräsidenten haben. Nach der Landtagswahl hat ein Meinungsforschungsinstitut ihn sogar zum beliebtesten Politiker in ganz Deutschland gekürt. Daran sieht man wieder einmal: Wo wir sind, da ist oben, meine Damen und Herren. (Beifall CDU – Serpil Midyatli [SPD]: Die Zeit der Lobhudelei ist nun langsam vorbei!) Dass sich die Menschen in Schleswig-Holstein bei Daniel Günther und seiner Regierung gut aufgehoben fühlen, zeigt nicht zuletzt das Erststimmenergebnis im Wahlkreis Eckernförde – 58,4 Prozent sind ein sehr deutliches Signal dafür –, und das bei einem Mitbewerberfeld, das nicht gänzlich unbekannt gewesen ist. (Zuruf Christopher Vogt [FDP])
