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Mike Moncsek

AfD 17.09.2026 Sitzungen 8/34

Sie wurden zur Umerziehung genutzt, wenn die Kinder als verhaltensauffällig galten oder nicht in das Bild einer sozialistischen Persönlichkeit passten. (Zuruf CDU) 38 Jugendwerkhöfe mit gut 3 000 Plätzen. Viele der ehemaligen Heimkinder – das erlebe ich jedes Wochenende –, die mit ihren Kindern heute dorthin kommen und ihnen zeigen wollen, wo sie ihre Kindheit verbringen mussten – nicht wollten, nicht durften, sondern, wo sie diese verbringen mussten –, litten unter dem strengen Drill, der Gewalt und der Zwangsarbeit. Ihre Erlebnisse wurden in Studien wie denen der Universität Leipzig wissenschaftlich aufgearbeitet, um den Opfern Gehör und Anerkennung zu verschaffen. Frau Dr. Aris, danke, dass Sie das mitmachen. Ich lade Sie nach Bräunsdorf ein, das Kinderheim persönlich zu besuchen, um zu sehen und zu fühlen, was dort passiert sein könnte. Man kann es ja nur noch als „könnte“ sagen. Lassen Sie uns doch einfach mal die parteipolitischen Dinge vergessen und darüber nachdenken, über die Opfer, (Gelächter CDU – Zuruf Sören Voigt, CDU) die als Kinder oder auch als Ausreisekandidaten dieses Regime von der anderen Seite kennengelernt haben, wie es vielleicht der eine oder andere sieht. Ja, ich bin auch Jungpionier gewesen, ich bin auch FDJler gewesen, und es gab schöne Zeiten. Es gab aber auch böse Zeiten, und es waren böse Zeiten. Das rechtfertigt nichts, gar nichts rechtfertigt das, wenn wir es parteipolitisch aufdröseln, sondern man muss es von der menschlichen Seite sehen, und das gehört zur Aufarbeitung. Die Nationalhymne der DDR ist dabei nicht der grundlegende Gedanke. (Susan Leithoff, CDU, steht am Mikrofon.) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Möchten Sie eine Zwischenfrage zulassen?

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