landtag.sachsen.de ↗

Mike Moncsek

AfD 17.09.2026 Sitzungen 8/34

So, wir können fortfahren. (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Das ist schön!) Die Gesamtzahl über den betrachteten Zeitraum beträgt 651 190 Personen. Zu meinem Schicksal kann ich nur eines sagen: Wenn sie dieses Land verlassen haben, bin ich auf die Sonderspur gekommen. Ich wurde zwei Stunden schon beim Rausfahren kontrolliert und als ich meine Menschenrechte in Prag eingefordert habe, weil das die einzige Institution war, bei der man als Mensch registriert wurde, dass man nicht verschollen geht, egal, ob jetzt in Zucht oder wie auch immer – – Wir sind 1989 die Runden gelaufen. Wir wussten nicht, ob wir abends nach Hause kommen. Aber alles egal, alles geschenkt. Das Thema ist: Ich weiß, wovon ich rede, wenn wir dieses Thema haben. Ich muss Frau Dr. Aris auch nicht recht geben oder beantworten, ob sie die Richtige ist oder wie auch immer. Aber eines weiß ich, und zwar, dass das Thema unsere Leute hier im Osten tiefgründig bewegt. (Beifall AfD) So, jetzt kommen wir zu einer anderen Sache. Sie hatten das in meinen Augen vorhin nicht deutlich angesprochen. Ich lese Ihnen etwas vor: In Bräunsdorf, einem Ortsteil von Oberschöna im Erzgebirge – leider ist es aber Mittelsachsen –, gab es ein bedeutendes Kinder- und Erziehungsheim – weil Ihre Sache auch die Kinderheime betrifft – von 1960 bis 2000, betrieben als Spezialkinderheim für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche der Klassenstufen 2 bis 5 – ich wiederhole: der Klassenstufen 2 bis 5 –, manchmal doppelzügig in der Schule aus der gesamten DDR mit Kollektiverziehung und Umerziehungsmethoden. Die Geschichte dieses Heims – besonders in DDR-Zeiten, es hat eine lange Vorgeschichte, aber ich rede nur davon – als Spezialkinderheim ist wegen der dort – jetzt hören Sie zu – praktizierten harten Erziehungsmethoden bis heute nur lückenhaft dokumentiert. Ehemalige Mitarbeiter schweigen. Laut mehrerer Quellen aus weitgehend kursierenden Gerüchten, zum Beispiel über ein angebliches Massengrab unter dem Innenhof, das erst 2024 zum 200-jährigen Jubiläum dieses Heimes, dieses Jugendwerkhofes, rund 300 Interessierte, noch Lebende über ihre Erlebnisse im Heim berichten. Jetzt nenne ich Ihnen meine Adresse, meine Adresse lautet: Am Kinderheim. Das ist die Straße, in der ich wohne. Ich bin dort groß geworden. Ich habe das Schicksal dieser Kinder jeden Tag erleben dürfen, erleben müssen. Ich kann Ihnen sagen: Das ist kein Zuckerschlecken gewesen. Das war es überhaupt nicht. Und das ist die Nachfolgepartei, diese Kommunisten, die diese Kinder in Heime gesteckt haben, in denen sie misshandelt wurden (Heiko Gumprecht, AfD: Frau Schaper, das können Sie sich ruhig anhören!) – dafür ist Mobbing eine Belobigung –, das ist die Kommunistische Partei Die Linke. Das sind die Verbrecher der SED. (Beifall AfD) In diesen Einrichtungen waren 135 000 Minderjährige untergebracht. Sie wurden zur Umerziehung genutzt. (Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) – Herr Lippmann, hören Sie lieber zu, das bildet Sie wenigstens mal ein bisschen, zumindest auf der menschlichen Ebene! (Gelächter CDU – Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Darin haben Sie jede Menge Aufholbedarf, das können Sie mir glauben. (Zurufe Laura Stellbrink und Gerald Eisenblätter, SPD) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Herr Moncsek, bitte mäßigen Sie sich! (Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE: Frau Präsidentin, so langsam wäre der Redebeitrag …)

Alle Reden von Mike Moncsek Protokoll ↗