Michael Kretschmer
Wenn wir uns die Welt einmal anschauen, sehen wir, dass es bereits heute schon viele Anwendungen gibt. Auf der einen Seite gibt es Länder, die nicht so risikoavers wie Deutschland und Europa sind. Es stellt sich vielleicht die Frage, ob wir von ihnen etwas lernen können. Auf der anderen Seite haben wir eine gewisse Haltung, und die Sicherheit war uns wichtig. Insofern stellt sich die Frage, ob autonomes Fahren kommt, nicht. Es stellt sich nur die Frage nach dem Wie. Bei dem Wie ist die Frage: Wer macht an welcher Stelle mit? Das sind manchmal – das gebe ich zu – Modethemen, bei denen alle hinterherrennen. Die Kunst besteht darin, durch Wissenschaft und Evaluierung dafür zu sorgen, dass die wirklich richtigen und substanziellen Themen, die auch Tiefgang haben, ausgesucht werden. Ich denke, dass wir in Chemnitz und Zwickau hervorragende Wissenschaftler haben. Ich denke, dass wir in Leipzig mit dem neuen Zentrum für autonomes Fahren, das gerade wieder einer der ersten Plätze auf der Robotik International belegt hat, gemeinsam mit der Exzellenzuniversität Dresden in der Lausitz etwas beitragen können. Das muss durch den harten Wind der Evaluierung gehen. Bei der Wissenschaft ist es immer wie folgt: Man macht sich auf den Weg und hat eine Idee. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Die Redezeit ist zu Ende.
