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Michael Kretschmer

17.09.2026 Sitzungen 8/34

Zunächst einmal – das muss man sagen – sehen wir, dass in diesem Bereich der Fortschritt einen großen Einfluss hat. Es ist hierbei möglich, mit deutlich weniger Personal auszukommen. Wir werden zwar einen Aufwuchs von mehreren Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben. So, wie das vielleicht noch in den 90er- oder 2000er-Jahren der Fall war, ist es nicht mehr. Es zeigt sich auch hier, dass es besonders um die Qualität der Kolleginnen und Kollegen geht. Unsere Aufgabe besteht darin, durch ein exzellentes Bildungssystem und eine gute Berufsorientierung dafür zu sorgen, dass wir genügend Fachkräfte haben. Ich habe vor wenigen Minuten gelesen, was die Handwerkskammer Dresden mir geschrieben hat. Sie ist in Sorge, dass auch in Sachsen ein größerer Teil junger Leute im Alter zwischen 20 und 29 Jahren ohne Berufs- und Studienabschluss ist. Wir müssen gemeinsam Initiativen ergreifen, das teile ich unbenommen. Ich möchte gern, dass wir die Anzahl junger Leute ohne Schul- oder Berufsabschluss weiter reduzieren. Die Anzahl ist deutschlandweit höher als bei uns. Das kann uns jedoch noch nicht zufriedenstellen. Deswegen müssen wir das vorhandene Reservoir an jungen Leuten ausschöpfen und aus jedem Talent das Beste machen. Deswegen ist die Schulsozialarbeit am Ende ein zentraler Punkt. Zudem geht es um dieses T, welches für Toleranz steht. Es wird auf der einen Seite nur funktionieren, wenn junge Menschen aus dem Ausland hierherkommen. Das ist auf der anderen Seite aber auch eine riesige Chance. Wenn wir uns die Demografie der letzten 30 Jahre anschauen, dann ist es klar, dass dieses Land entweder kleiner oder durch die Zuwanderung von qualifizierten Menschen, die einen Beitrag leisten möchten, nicht kleiner wird. Ich finde, dass man sich darauf freuen kann. Das ist eine wunderbare Zukunftsaufgabe, die wir gemeinsam gestalten können. Ich wünsche mir, dass wir das parteiübergreifend tun. Andere Regionen in Deutschland und Europa werden schrumpfen. Sachsen muss das nicht, wenn wir auf eine kluge Zuwanderung setzen, meine sehr verehrten Damen und Herren. (Vereinzelt Beifall CDU, SPD und Staatsregierung) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Es besteht die Möglichkeit für eine kurze Frage und eine kurze Antwort. Herr Winter, bitte.

Protokoll ↗