Wolfram Günther
Russland führt in der Ukraine einen klassischen imperialistischen Angriffs- und Eroberungskrieg und macht keinen Hehl daraus. Dabei spielen weder Menschenleben noch sonstige Dinge in der Ukraine eine Rolle, ebenso wenig das Leben und die Wohlfahrt der Bevölkerung in Russland oder das Leben der Soldaten, die in diesem Angriffskrieg verheizt werden. Stichworte: Fleischwolf und Fleischangriffe. Russland ist mit Abstand das korrupteste, zynischste Land, das man sich auf der Erde vorstellen kann. Sie werfen uns vor, dass wir für die Verteidigung der Ukraine einstehen. Ja, selbstverständlich. Sie wollen in einer Welt leben, in der imperialistische, brutale Staaten kraft Eroberung ihren Willen durchsetzen können, in der Krieg wieder ein Mittel der Auseinandersetzung ist, das wir lange Zeit hinter uns gelassen haben. Das ist die Welt, in der Sie leben wollen: Krieg und Gewalt zwischen den Staaten genauso wie Gewalt im Inneren. Ich habe Ihnen das schon im Zusammenhang mit Ihrem Kollegen aus Sachsen-Anhalt gesagt. Mich wundert das nicht. Es wundert mich auch nicht, dass Sie dagegen sind, dass sich die Menschen verteidigen. (Zuruf Sebastian Wippel, AfD) Es geht um Verteidigung. Die Ukraine verteidigt sich in ihrem eigenen Land, auf ihrem eigenen Staatsgebiet. Dass die Menschen keine Lust auf Krieg haben, dazu braucht es Sie nicht. Kein Mensch möchte in den Krieg gezwungen werden. Aber der Ukraine wird dieser Krieg von den Russen aufgezwungen. Sie stehen an der Seite Russlands. Schämen Sie sich! (Beifall BÜNDNISGRÜNE, SPD, Die Linke und vereinzelt CDU) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Das war die Erwiderung von Herrn Kollegen Günther. Nun übergebe ich das Wort an die Fraktion Die Linke. Herr Kollege Hartmann, bitte schön. (Unruhe)
