Wolfram Günther
Man merkt, dass Ihr Draht zur Automobilindustrie nicht richtig eng ist. (Lachen AfD) Jeder Automobilbauer sagt Ihnen, dass es eine Frage der Zeit ist, bis wir nur noch elektrisch fahren, weil es einfach die effizienteste Art und Weise ist, und zwar auch energetisch. Das ist es, was wir in China erleben. Als ein Automobilbauland, das statistisch im Weltmarkt nicht vorgekommen ist, haben sie voll auf Elektroautos gesetzt und überrollen damit nun die Welt. Sie bauen massenhaft Kapazitäten auf. Das wurde heute schon angesprochen. Mittlerweile gibt es global Überkapazitäten, wodurch irgendjemand unter die Räder kommt. Jetzt ernten wir die Folgen von Fehlentscheidungen, die auch in Deutschland getroffen worden sind. Deshalb gibt es diese Diskussion über den Abbau. Aber die Zukunft ist elektrisch. Die Frage ist nur: Wer baut diese Autos? Bauen wir sie noch in Europa oder bauen sie am Ende nur die Chinesen? Das haben wir in anderen Industriefeldern auch schon erlebt. (Mike Moncsek, AfD: Solar!) Deshalb würde ich mir wünschen, dass von dieser Debatte ein klares Bekenntnis ausgeht, dass wir an der Seite von unserem VW und der Zulieferindustrie in Sachsen stehen und dass wir darauf setzen, dass dieses Werk eine Zukunft hat. Ich höre so höhnisch: Kreislaufwirtschaft! Die sollen wohl mit Müll Automobile bauen? Auch das zeigt nur, wie fern Sie davon sind. In einer Welt, von der alle wissen, dass die Rohstoffe endlich sind und dass wir in der gesamten Industrie zu einer Kreislaufwirtschaft kommen müssen, könnte man beispielsweise nach Frankreich schauen, die schon Jahre voraus sind. Dort ist es in industriellem Maßstab Realität. Genau das ist einer der Faktoren, mit denen wir in Sachsen punkten können, auch im nationalen Wettbewerb. (Beifall BÜNDNISGRÜNE – Jan-Oliver Zwerg, AfD, steht am Mikrofon.) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Möchten Sie eine weitere Zwischenfrage zulassen?
