Jörg Urban
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Was jetzt passiert: Es ist ein Werk in Dresden, es sind 600 Beschäftigte, die nun persönlich von einer Werksschließung betroffen sind. Es reicht aus meiner Sicht nicht aus, wenn wir uns nur auf die Frage konzentrieren, warum dieses Werk jetzt schließen muss. Wir können natürlich darüber nachdenken, damit wir in Europa, was Medikamente und Impfstoffe angeht, resilient sein müssen. Wir sind nicht abhängig vom Ausland. Wir brauchen das, das ist richtig. Wir können auch darüber nachdenken, ob solch eine Industrie eine gewisse Subvention braucht, damit sie hier ist, weil wir sie hier haben wollen. Was mir bei der Debatte völlig fehlt, ist die Demut vor der eigenen Verantwortung der Politik für diese Entwicklung. (Beifall AfD) Dieses Werk in Dresden steht beispielhaft für viele Hundert Unternehmen, die heute in Deutschland die Produktion einstellen und unser Land verlassen. Die Verantwortung dafür haben Ihre Parteien. (Peter Wilhelm Patt, CDU: Sie treiben die doch hinaus mit Ihrem Verhalten!) Sie haben in den letzten Jahren unseren Wirtschaftsstandort Deutschland so schlecht behandelt, (Zurufe Sören Voigt, Peter Wilhelm Patt und Martin Modschiedler, CDU) dass, wenn heute – – Herr Patt, hören Sie doch einmal zu! Sie können gerne eine Kurzintervention machen. (Glocke des Präsidenten – Zuruf Peter Wilhelm Patt, CDU) – Ich würde darum bitten – – Herr Patt, die Aggressivität spüre ich gerade von Ihrer Seite. Bitte stellen Sie Ihr rüpelhaftes Verhalten ein! (Beifall AfD)
