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Sebastian Wippel

AfD 16.09.2026 Sitzungen 8/33

Wer hat denn das alles beschlossen?) Die Ankündigungen von GSK sind aber noch in einem anderen Hinblick besorgniserregend: Es geht um die Resilienz Europas im Hinblick auf die Versorgung mit kritischen Pharmaprodukten. Zwar gibt es noch weitere Hersteller von Grippeschutzimpfstoffen in Europa, doch die Bündelung der Produktion auf weniger Standorte reduziert grundsätzlich die bisher vorhandenen Redundanzen. Im Fall von Produktionsproblemen, Lieferkettenstörungen, Naturkatastrophen oder regulatorischen Ereignissen steht weniger Ausweichkapazitäten zur Verfügung. Gerade bei saisonalen Grippeimpfstoffen sind Produktions- und Lieferfenster eng getaktet. Hierbei kommt es auf die Versorgung aus der Nähe an. Wir müssen aufpassen, dass hierbei nicht eine Entwicklung beginnt, die schließlich die Versorgung mit Influenzaimpfstoffen für Europa aus Europa massiv gefährdet. Für viele Medizinprodukte ist das in den letzten Jahren schleichend passiert und wurde von der Öffentlichkeit erst im Zuge der Covid-Pandemie bemerkt. Der EU Critical Medicines Act soll dabei helfen, weitere Entwicklungen dieser Art zu verhindern, auch das ist hier schon einmal ein Thema gewesen. Hier und heute gilt unsere Solidarität den Beschäftigten bei GSK in Dresden. Wir erwarten von der GSK-Geschäftsführung, dass sie ihre Verantwortung für Standort und Beschäftigte wahrnimmt und denkbare Alternativen zur Schließung ernsthaft erwägt und prüft. Die Staatsregierung – an ihrer Spitze der Ministerpräsident – hat den festen Willen, alles Mögliche zu tun, um den Pharmastandort in Dresden zu erhalten. Alle beteiligten Stakeholder stehen in der Pflicht, ihren Teil dazu beizutragen, GSK ganz besonders. Danke schön. (Beifall CDU)

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