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Wolfram Günther

GRÜNE 25.06.2026 Sitzungen 8/31

Es fiel mir während dieser Debatte und auch während Ihres Redebeitrags schwer, ruhig zu bleiben. Ich bin nicht nur seit vielen Jahren Mitglied im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz bei der Bundesregierung, sondern auch in zahlreichen Verbänden für Denkmalschutz und Archäologie aktiv, teils im Vorstand. Als Denkmaljurist und -anwalt habe ich private Denkmaleigentümer, Bürgermeister und Denkmalbehörden vertreten und beraten. Ich glaube, ich weiß, wovon ich rede. So, wie diese Behördenumstrukturierung nun angedacht ist, kann sie nicht funktionieren. (Zuruf Peter Wilhelm Patt, CDU) Sie bringt grundlegende juristische Dinge durcheinander, für die die unteren Denkmalschutzbehörden und die Fachbehörden zuständig sind. Wenn die Strukturen so wären, wie sie nun geplant sind, hätte es diesen Wiederaufbau in Sachsen seit den Neunzigerjahren nicht gegeben. Dieses Land, diese Städte, diese Dörfer würden anders aussehen; wir wären ärmer. Es ist gelungen, in den Neunzigerjahren in diesem Parlament einstimmig ein Denkmalschutzgesetz zu verabschieden. (Zuruf Staatsministerin Regina Kraushaar) Ich kann Ihnen nur anbieten: Lassen Sie uns versuchen – wenn es um das Bewahren unseres kulturellen Erbes geht –, nicht mit der Brechstange etwas umsetzen. (Staatsministerin Regina Kraushaar: Doch, das geht!) Nehmen Sie die Hand von den Fachleuten an, die zunehmend wütender werden, weil man sie nicht hört. Dabei bringen Sie sich fachlich ein. Nehmen Sie diese Hand an und lassen Sie uns gemeinsam etwas umsetzen. Es geht nicht darum, nichts zu verändern. Ganz viele Menschen wissen, dass man Dinge und Prozesse besser machen kann, sowohl im Denkmalschutz als auch in der Archäologie. Aber wir wollen dieses hohe, international anerkannte Niveau halten. Lassen Sie uns gemeinsam etwas umsetzen. Wir können es nur anbieten. Vielleicht kommen wir dahin, – Zweiter Vizepräsident André Wendt: Die Redezeit läuft ab.

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