Jan-Oliver Zwerg
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen! Herr Günther, wissen Sie, was Regelstäbe sind? (Wolfram Günther, BÜNDNISGRÜNE: Ja!) – Ich glaube, nicht. (Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) – Sie nun gar nicht, Herr Lippmann – bei allem Respekt –; nicht an dieser Stelle. (Beifall AfD – Zuruf Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Kernkraftwerke können selbstverständlich geregelt werden. Deshalb wird das in anderen Ländern der Welt auch so gemacht. Das ist ja dasselbe Lied, das Herr Günther immer singt: der billige Strom aus erneuerbaren Energien – (Heiterkeit) – sehr witzig. Ich sage es noch einmal: Rechnen Sie bitte alles dazu! Das habe ich hier schon zwanzigmal erzählt. Sie schnallen das nicht. Sie wollen es nicht schnallen. Aber die Realität holt Sie schon noch ein. Meine Damen und Herren! Die deutsche Energiewende ignoriert das Einmaleins der Marktwirtschaft – ganz klar. Ein Gut hat nur dann einen positiven Wert, wenn es zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Menge verfügbar ist, also einen konkreten Bedarf deckt. Genau das leistet die Kernenergie. Windenergieanlagen hingegen bieten physikalisch nur unzuverlässigen Zufallsstrom. Meine Damen und Herren! Wenn Flaute herrscht, schlittern wir in die Importabhängigkeit. Wir müssen französischen Atomstrom oder jetzt noch tschechischen Kohlestrom zu Spitzenpreisen zukaufen. So sieht es aus. Wenn es stürmt, schlittern wir in die Überflussexportabhängigkeit und müssen wertlosen Ramschstrom in ausländische Netze drücken und dafür teuer bezahlen. Am 01.05.2026 mussten wir dem Ausland bis zu 50 Cent pro Kilowattstunde hinterherwerfen. Eine moderne Industrienation braucht zuverlässige Energie in Massen, keine Experimente mit Zufallstechnologien aus dem vorletzten Jahrhundert. Herr Günther, Sie sind wahrscheinlich noch mit den Windmühlen, die Korn gemahlen haben, aufgewachsen. (Beifall AfD) Meine Damen und Herren! Da die Koalition die Kernenergie blockiert, muss man zum Wohle der Bevölkerung und der Wirtschaft wenigstens strategische Energiepartnerschaften mit unseren Nachbarn abschließen, die nicht ganz so dumm wie die Deutschen sind und eine vernünftige Energiepolitik betreiben. Wir sollten uns dort um eine Energiepartnerschaft bemühen. Herr Söder in Bayern hat es ein wenig probiert. Was Herr Söder kann, kann Herr Kretschmer schon lange, nehme ich mal an. Also: Gehen Sie rein, verhandeln Sie, probieren Sie etwas, gehen Sie an die Bundesregierung ran! Energiepartnerschaft ist eine wunderbare Sache. Auf geht’s! Danke. (Beifall AfD) Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Wir hörten für die AfD-Fraktion Herrn Abg. Zwerg. Jetzt spricht für die SPD-Fraktion Frau Pfeil.
