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Petra Köpping

24.06.2026 Sitzungen 8/30

Sehr geehrter Herr Präsident! Meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordneten! Auch ich möchte mich ganz herzlich für die Debatte bedanken. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir das regelmäßig im Landtag besprechen; denn die Arbeit der Apotheken, ihrer Leiter und der dort beschäftigten Angestellten ist von enormer Bedeutung. Vielen Dank, lieber Tom Unger, dass du dich schon im Vorfeld bei allen herzlich bedankt hast. Das möchte ich natürlich ebenfalls, da wir wissen, wie wertvoll die Arbeit dieser Personengruppen ist. Die Arbeit geht weit über die bloße Abgabe von Arzneimitteln hinaus. Uns ist jede Apotheke im Freistaat sehr wichtig. Die Zahlen der Apotheken sind heute schon genannt worden: Vor 20 Jahren gab es noch 1 002 öffentliche Apotheken, heute sind es noch knapp über 860 Apotheken. Die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln durch Apotheken ist aber überall im Freistaat gewährleistet. Vorhin kam von Susanne Schaper, dass wir einen Apothekenatlas errichten sollen. Wir haben ja ein Instrument in Sachsen, das ist der Landesentwicklungsplan. Im geltenden Landesentwicklungsplan ist festgelegt, in welcher Stadt, in welcher Größenordnung eine Apotheke vorhanden sein muss. Deswegen, glaube ich, ist das ein gutes Instrument, dessen wir uns immer bedienen sollten, falls es – wenn eine Apotheke schließt – darum geht, ob die Versorgung dort dann noch gewährleistet ist. Kleine Korrektur an das BSW: Es wurde gesagt, es sei keine Neueröffnung einer Apotheke erfolgt. Auch das hat Frau Schaper erwähnt. Doch, wir haben am vergangenen Freitag eine Apotheke in Chemnitz eröffnet. Darauf will ich einfach noch hinweisen: Es ist nicht immer ganz so schwarz-weiß, wie es hier dargestellt wird. Wir haben aber – ganz klar – natürlich auch dafür zu sorgen, dass über die Apotheken vor Ort tatsächlich alle Menschen, die chronisch krank sind, ältere Menschen oder Menschen, die mobilitätseingeschränkt sind, überall ihre Arzneimittel erhalten, wenn nötig eben auch durch Botendienste. Dafür werden die öffentlichen Apotheken extra vergütet – weil das immer so klingt, als wäre das alles kostenfrei und ohne irgendwelche Möglichkeiten. Ich will ganz deutlich sagen: Es lohnt sich, wenn sich ein Freistaat wie wir, lieber Tom Unger, in Berlin für ein Anliegen stark macht. Das haben wir mit unseren Vorschlägen im Apothekenbereich in der Tat getan, und zwar in jeder Gesundheitsministerkonferenz mit entsprechenden Anträgen, die übrigens auch mit den Kammern der Apotheken und mit den Verbänden abgestimmt gewesen sind; wir sind da in sehr enger Abstimmung. Noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an unseren Herrn Schulze, der sehr eng mit den Apotheken zusammenarbeitet (Beifall Tom Unger, CDU) und ganz klar sagt, was wir dort brauchen – haben wir etwas vergessen, brauchen wir eine Ergänzung? Wir haben nachgefragt, und deswegen freue ich mich – die Zahlen sind genannt worden – auf die ersten Ergebnisse, die wir dort erreichen konnten. Ich will gar nicht sagen, dass wir damit immer zufrieden sind, das ist gar nicht der Punkt, sondern es ist einfach wichtig, dass wir etwas tun und dass unsere Apotheken merken, dass wir an ihrer Seite stehen und uns miteinander verständigen. Auch über die Landapothekerquote haben wir natürlich gesprochen. Es wurde das Beispiel Mecklenburg-Vorpommern genannt; schauen wir dort einmal hin. Bisher haben wir keinen Bewerber für diese Quote gefunden in Mecklenburg-Vorpommern. Aber auch hierüber sind wir mit unseren Apotheken im Gespräch – ob die Zeit dafür reif ist oder ob wir etwas anderes tun können an dieser Stelle. Im Gespräch war auch, dass mehr Studienplätze gebraucht würden usw. usf. Wir sind diejenigen, die damals dafür gekämpft haben, dass in Leipzig die Pharmazie-Studienplätze erhalten bleiben. Diese standen nämlich zur Diskussion. Deswegen ist es richtig, dass wir uns an dieser Stelle weiterhin stark machen. Tom, du hast die Beispiele aus dem ApothekenversorgungWeiterentwicklungsgesetz schon genannt. Diese Punkte finde ich wichtig. Noch einmal zur Erläuterung, gerade zum Thema Impfen oder Ähnliches: Es ist eine Kannregelung, Frau Dietz. Darin wird ganz klar gesagt: Wenn eine Apotheke dies machen möchte, braucht es dazu eine Weiterbildung, eine Qualifizierung. Das ist auch ein Instrument für viele Menschen, die gar keinen Hausarzt haben, zum Beispiel junge Menschen, die noch nicht zum Hausarzt gehen. Insofern ist es wichtig, dieses Angebot zu machen. Vorhin habe ich schon über die Arbeit unserer Leitbildakteure gesprochen, wo auch in der vergangenen Woche die Apotheken mit vertreten gewesen sind. Dort diskutieren wir das aus. Es wird ja nicht alles immer nur positiv bewertet von allen unterschiedlichen Partnern. Wir diskutieren das miteinander aus. Das macht uns aus in Sachsen, dass wir darüber reden, auch vielleicht mal bei einem Punkt, der nicht von allen gleichermaßen mitgetragen wird. Darüber bin ich sehr froh. Ich will noch einmal sagen: Die Entbürokratisierung, die heute mehrfach in Redebeiträgen angesprochen wurde, ist ja ebenfalls Bestandteil dieses Gesetzes, welches wir am 12. Juni verabschiedet haben, sodass es auch diesbezüglich weitergehen wird. Das heißt noch lange nicht, dass wir alle Probleme gelöst hätten. Noch zu einem Punkt, Frau Dietz, auch wenn Sie gleich sagen werden: Ach was! Wir haben eine Erweiterung im Pharmabereich, auch was die Produktion betrifft. Nicht gleich aufschreien: Das ist im Bereich Cannabis. Dort haben wir tatsächlich von vier auf 13 Anbieter erweitert, auch in der Produktion. Es handelt sich um medizinisches Dritte Aktuelle Linksgrüner Nasenring: Wer Antrag der Als Antragsteller hat zunächst die Fraktion AfD das Wort. Ich erteile Herrn Kollegen Urban das Wort. Herr Kollege, bitte, Sie haben das Wort.

Protokoll ↗