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Jan-Oliver Zwerg

AfD 13.05.2026 Sitzungen 8/29

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen! Frau Klemm, ich will kurz auf Ihren Beitrag eingehen – – Oder ich warte, bis Sie mit Reden fertig sind; das geht auch. (Ina Klemm, CDU: Ich bin ganz bei Ihnen!) – Okay, gut. – Kernfusion ist das große Thema, das die CDU immer aufwirft, als Alternative zur Kernspaltung, also Kernfission. Dort sind wir voll dabei. Auch dafür muss geforscht und entwickelt werden; das haben Sie vorhin erwähnt. Das Problem ist nur: Kernfusion wird noch eine ganze Weile dauern, ehe sich dabei etwas im Industriemaßstab bewegt. Deshalb bleiben wir bitte bei der Kernspaltung. Dafür haben wir Reaktordesigns, die funktionieren, und auch dort wird weiter geforscht. Was die Rohstoffe betrifft: Sie haben die Rohstoffe angesprochen, vor allem die Energieträger. Das ist für die Kollegen, die sich dazu geäußert haben, jetzt allgemein: Natürlich ist es so, dass wir ein rohstoffarmes Land sind, und das wissen wir. Unsere Reserven liegen bei der Braunkohle, wovon wir noch genug haben. Die wollen wir in Zukunft eigentlich nicht weiter heben. Aber wenn es nicht anders geht, ist das unsere einzige nationale Energiereserve, und darüber müssen wir uns im Klaren sein. In Teilen Niedersachsens haben wir zum Beispiel noch Erdgas, das leider nur mit Fracking zu heben ist. Wir haben auch die Nordsee, wo es noch ein bisschen Öl gibt. Im Grunde genommen ist es so, wie es einige hier gesagt haben: Wir sind auf Energielieferungen aus anderen Ländern angewiesen. Es ist natürlich wenig schlau, wenn man sich als Bundeskanzler hinstellt, auf der einen Seite mit den Russen nichts zu tun haben will, was Energielieferungen betrifft, und auf der anderen Seite die Amerikaner beleidigt. Dabei kommt nicht allzu viel heraus. Die Energielieferungen, die wir aus dem Nahen Osten bekommen, sind fast null. Aber es treibt natürlich an anderer Stelle die Weltmarktpreise nach oben. So weit, so gut – oder so schlecht. Herr Löser, wir waren – – Herr Löser ist weg; schade. Herr Löser war auf dem Energiekongress. Ich war ebenfalls dort, wie immer, das sechste Mal. Er hat vergessen zu erwähnen: Die Netzagentur hat die zwei Szenarien dargestellt. Es war auch richtig, was er wiedergegeben hat. Vergessen hat er die 25 bis 32 Gigawatt Gaskraftwerke, die noch gebraucht werden. Die werden auch noch länger gebraucht, nicht nur kurz. Die gehören mit dazu. Herr Hartmann, Sie haben zu uns als AfD gesagt, wir seien mit unserer Einstellung zur Energieversorgung im letzten bzw. vorletzten Jahrhundert oder so etwas Ähnliches. (Zurufe Sören Voigt, CDU, und Stefan Hartmann, Die Linke) Ich gebe nur mal zu bedenken, dass Windmühlen bereits im 12. und 13. Jahrhundert gebaut wurden. Deshalb wäre ich an dieser Stelle etwas vorsichtig. Gut, heute erzeugen sie Strom und früher haben sie halt das Korn gemahlen. Ja? – Gut, nur mal dazu. Aber es ist immer wieder amüsant, wenn Sie sprechen; denn dann spare ich mir den monatlichen Besuch im Theater. Es ist immer amüsant; danke. Meine Damen und Herren! Wie machen wir es denn jetzt in Deutschland? Wir sind natürlich in der Klemme, was die Abhängigkeit von Energierohstoffen betrifft. Ich möchte bemerken, dass wir für die erneuerbaren Energien auch seltene Erden und andere Rohstoffe benötigen, die wir nicht selbst oder von denen wir nur wenig haben und die wir dementsprechend importieren müssen. Auch dort gilt die nationale Rohstoffstrategie, dass wir das, was wir bei uns heben können – um es mal so simpel auszudrücken –, auch beginnen zu erschließen und zu heben. Meine Damen und Herren! Wie sieht es denn aus? Wir haben jetzt nur über den Strom gesprochen. Der Stromanteil generell hat ja am Primärenergieverbrauch in Deutschland einen gewissen Anteil. Die erneuerbaren Energien insgesamt sind am Primärenergiebedarf in Deutschland momentan mit circa – die Zahlen schwanken – zwischen 18 und 20 % beteiligt. Ja, einfach mal googeln; das stimmt so. Wir haben die Situation, dass wir sagen: Wenn man das kippen will, dann muss man den anderen Teil, die anderen 80 % des Primärenergiebedarfs, versuchen zu elektrifizieren, denn sonst funktioniert es ja nicht. Wir haben den Verkehrsbereich, wo das E-Auto kommt – alles klar, verstanden. Wir haben den Gebäudebereich, also die Wärme. Den Bereich müssen wir auch abdecken. Und all das zu elektrifizieren, halte ich für ein sehr abenteuerliches Unterfangen. Das wird so, denke ich, nicht gelingen. Wir haben natürlich – nicht zu vergessen – die Industrie. Jetzt habe ich nur noch 36 Sekunden, ich mache mal weiter. – Das heißt, es gibt verschiedene Wege, um im Bereich Strom einen Zahn zuzulegen. Das kann man machen. Aber man muss sich auch ehrlich machen und sagen: Das schaffen wir natürlich nicht allein mit Windrädern und Photovoltaik und auch nicht mit Wasserkraft. Deshalb wird kein führendes Industrieland der Welt perspektivisch ohne Kernenergie, sei es jetzt Fission oder Fusion, auskommen. Es wird kein Industrieland der Welt ohne Kernenergie auskommen. Das erkläre ich später weiter, denn ich bin jetzt über der Zeit. Vielen Dank. (Beifall AfD) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Schönen Dank. Für die AfD-Fraktion sprach Herr Abg. Zwerg. Für die BSW-Fraktion könnte Herr Böhme sprechen. – Er tut es auch; bitte schön.

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