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Luise Neuhaus-Wartenberg

Die Linke 12.05.2026 Sitzungen 8/28

Sehr geehrter Herr Präsident! Der Zweite Bericht des Sächsischen Kultursenats liegt auf dem Tisch, und wenn man diesen Bericht neben die Gespräche mit Kulturakteurinnen und -akteuren legt, wird eines sehr deutlich: Das zentrale Problem ist die fehlende Verlässlichkeit. Kultureinrichtungen freier Träger, Musikschulen, Theater, Bibliotheken, Museen, Vereine und soziokulturelle Zentren können nicht dauerhaft auf Sicht fahren. Wer erst mitten im Haushaltsjahr erfährt, ob eine Förderung bewilligt wird, kann keine Fachkräfte halten. Wer jedes Jahr neu um dieselben Strukturen kämpfen muss, kann keine langfristigen Kooperationen aufbauen. Wer nicht weiß, ob Mittel im nächsten Jahr noch vorhanden sind, kann keine Programme entwickeln und keine fairen Honorare zusagen. Kultur braucht Sicherheit, Kultur braucht Vertrauen, und sie braucht Planung. Der Bericht des Kultursenats ist deshalb keine Überraschung und kein Alarmismus, er ist eine zutiefst nüchterne Bestandsaufnahme dessen, (Unruhe im Saal – Glocke des Präsidenten) was viele Kulturakteurinnen und -akteure in Sachsen seit Jahren erleben. Dritter Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Scheibe: Darf ich um etwas Ruhe im Saal bitten? Nutzen Sie bitte die Lobby für Zwiegespräche.

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