landtag.sachsen.de ↗

Dr. Frank Kromer

CDU 12.05.2026 Sitzungen 8/28

Sehr verehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Haben Sie schon einmal eine komplette Bildinformation nur mit Augenzwinkern übertragen? Konnten Sie schon einmal zusehen, wieder notwendig ist, vorgeschlagen. Außerdem haben wir bei den Investitionen vorgeschlagen, dass wir die Länder damit nicht alleinlassen. Noch einmal eine Zahl für die Runde – man kann hierbei, Frau Dietz, zuhören oder nicht –: (Mike Moncsek, AfD: Doch, wir hören zu!) Bei den Pflegeeinrichtungen ist es so, dass wir über 700 Stück haben. Es sind im Jahr ungefähr 400 Millionen Euro, die wir für Investitionen benötigen. Dieser Verantwortung sollten sich Bund und Länder gemeinsam stellen. Das ist unsere Forderung, die wir im Bund aufgemacht haben. Deswegen ist das, was jetzt auf dem Tisch liegt, bei Weitem noch nicht das, was am Ende verabschiedet wird. Die Diskussion beginnt eben jetzt. Den Sockel-Spitze-Tausch habe ich genannt. Doch auch bei den 4 Milliarden Euro aus der Coronahilfe, die erwähnt worden sind, bin ich der Meinung, dass sie zurück in die Pflegekassen gehören, um eine gewisse Übergangszeit zu erreichen. Auch darüber werden wir noch streiten, um dann einen ordentlichen Gesetzentwurf zu erarbeiten. Zur Würde der Gepflegten gehört auch, dass wir Pflege nicht nur als Kostenfaktor ansehen – das habe ich bereits erwähnt –, sondern dass uns bewusst ist, dass wir über Menschen reden. Als Sachsen, das in der Zukunft eines der ältesten Bundesländer sein wird, wollen wir uns besonders diesem Thema widmen. Ich hoffe einfach, dass Sie uns dabei in den Haushaltsberatungen unterstützen. Herzlichen Dank. (Beifall SPD und CDU) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Schönen Dank. Gibt es weiteren Redebedarf? – Das kann ich nicht erkennen. Mit dem Redebeitrag von Frau Staatsministerin Köpping sind wir am Ende der zweiten Aktuellen Debatte angekommen; diese ist damit abgeschlossen. Wir kommen nun zu Debatte Kompetenzen von stärken – „MINT-Hub Sachsen“ Wirtschaft mit Leben erfüllen Fraktion CDU wie ein selbst entworfenes Bauteil Schicht für Schicht am 3D-Drucker entsteht? Haben Sie schon einmal einer KI beim Lernen zugeschaut? All das sind Projekte und Themen aus IT2School. Mit diesem Projekt wird IT an Schulen erfahrbar und erlebbar; es gibt den berühmten Aha-Effekt. Möglich macht das der MINT-Hub. „Hub“ als Begriff kennt man ja eher aus dem Luftverkehr. Das ist ein Drehkreuz für Flugzeuge. Ja, und so etwas ist der MINT-Hub: ein Drehkreuz, das ein Netzwerk unterhält, das im Zusammenspiel von Schulen, Pädagogen, Unternehmen, Bildungsträgern und vielen weiteren Akteuren MINT-Projekte an die Schulen bringt, um Interesse an Technik und Naturwissenschaft zu wecken. Der MINT-Hub Sachsen hat nun seit dem 16.04. einen neuen starken Partner: Die VSW – Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft – hat mit dem Kultusministerium eine Zusammenarbeit vereinbart, durch die sich die VSW mit ihrem Netzwerk, ihren Kompetenzen und ihren Möglichkeiten in die MINT-Bildung einbringen kann. Als CDU begrüßen wir das außerordentlich und sind der VSW für ihr Engagement in der MINT-Bildung in Sachsen sehr dankbar. Es ist das Wissen um naturwissenschaftliche Zusammenhänge und ihre Gesetzmäßigkeiten sowie die Fertigkeit, aus diesem Wissen technische Produkte zu entwickeln, denen wir unseren Wohlstand in Sachsen verdanken. Wir nutzen Technik nahezu ununterbrochen, auch wenn uns das meistens gar nicht so bewusst ist. Technik bestimmt unseren Alltag, und wer es vermag, Technik weiterzuentwickeln, hat einen Wettbewerbsvorteil, der zur Mehrung des eigenen Wohlstands führt. Der technologische Wandel ist enorm. Als Beispiele seien nur Digitalisierung und KI, Robotik und autonome Systeme, Biotechnologie und Genforschung genannt. Das sind auch für die Schülerinnen und die Schüler spannende Themen ganz jenseits von Kurvendiskussion und Newtonʼscher Mechanik, was sonst den MINT-Alltag in der Schule bestimmt. Das Wissen um Technik und Naturwissenschaft bedeutet aber viel mehr als nur die Eröffnung von neuen spannenden Berufsperspektiven. Es ist auch ein Schlüssel zur Welterkenntnis und zu einer Orientierung in einer komplexen Gesellschaft, und es ist ein Prüfwerkzeug, mit dem man Argumente im gesellschaftlichen Diskurs auf Stichhaltigkeit und Plausibilität prüfen und abklopfen kann. Damit ist es auch ein Instrument der Demokratiebildung, weil man Behauptungen selbst prüfen und hinterfragen kann und sich nicht auf die Einschätzungen anderer verlassen muss. Deshalb ist MINT-Bildung so wichtig. Bei uns in Sachsen mit unserer breiten handwerklichen und industriellen Basis geht es selbstverständlich auch darum, den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Der MINT-Hub bündelt unter Beteiligung der Wirtschaft die Elemente, die es benötigt, um eine besondere MINT-Erfahrung an Schulen möglich zu machen. Es bedarf gut gemachter Lerninhalte, dazu der notwendigen Materialien, didaktisch gut aufbereiteter Literatur, qualifiziertem Personal, das an die Schulen kommt, und eines Kooperationspartners aus der Wirtschaft, bei dem sich weitere Praxisbezüge erfahren lassen. Hierfür stehen insbesondere die Partner von SCHULEWIRTSCHAFT Sachsen, der Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V., Teach First Deutschland und viele Einzelunternehmen. Die VSW kommt nun als neuer direkter Partner hinzu. Für die Schulen steht dann am Ende eine konkrete Partnerschaftsvereinbarung mit einem Unternehmen zur Umsetzung vor Ort. Die von der Wissensfabrik entwickelten Bildungsprojekte laden Schülerinnen und Schüler zum Experimentieren und zum Forschen ein. Sie schaffen MINT-Begeisterung. IT2School ist nur eines der Projekte, die an den Schulen umgesetzt werden können. Allein dieses Projekt umfasst zwölf Module; drei davon hatte ich eingangs genannt. Des Weiteren fügen sich die Projekte des MINT-HUB hervorragend in die Bildungsstrategie Bildungsland 2030 ein. Sie wirken fächerübergreifend, und es wird gemeinsam mit Kooperationspartnern gearbeitet. Die Projekte des MINTHubs sollen motivieren. Denn wer weiß, wofür er lernt und was er mit dem erworbenen Wissen alles machen kann, hat auch eine höhere Motivation, sich mit den MINT-Themen des Lehrplans zu beschäftigen. Das Gleiche gilt für diejenige, die für sich ein Berufsfeld entdeckt hat, das ihr vorher gänzlich unbekannt war. Auch sie wird mit anderen Augen auf den weiteren Schulstoff blicken, weil es ein neues Ziel gibt, zum Beispiel ein Praktikum in einem dieser Tätigkeitsfelder oder in einem Partnerunternehmen. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Kromer, die Redezeit in dieser ersten Rederunde ist leider abgelaufen. Einen Satz gestatte ich Ihnen noch.

Alle Reden von Dr. Frank Kromer Protokoll ↗