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Arthur Österle

AfD 26.03.2026 Sitzungen 8/27

Werte Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Zunächst muss ich mich für die professionelle Vorstellung des Waldzustandsberichts 2025 sowohl im Ausschuss als auch in den Gremien bedanken. Mein Dank geht aber auch an all die Förster, Mitarbeiter und Dienstleister, die daran mitgewirkt haben. Warum dieser explizite Dank? Im Gegensatz zu manch anderen Studien, Statistiken und Zusammentragungen von Zahlen wird dieser Waldzustandsbericht mit sehr viel Feldarbeit und sehr viel Personal erstellt. Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Blick in den aktuellen Bericht liefert eine klare Botschaft: Es gibt noch keine Entwarnung. Die Daten belegen zwei zentrale Entwicklungen: Zum einen verharren die strukturellen Schäden – wie von meiner Vorrednerin bereits ausgeführt – auf einem historischen Niveau. Hierbei ist die Dürre von 2018 ausschlaggebend. Zum anderen gibt es berechtigten Grund für Zuversicht. Der Rückgang des Borkenkäferbefalls und die sinkende Menge an Schadholz entlasten unsere Forstbetriebe spürbar. Dass mittlerweile wieder ein Viertel der Bäume als völlig gesund eingestuft wird, markiert eine erste Erholung und stoppt den rasanten Abwärtstrend der vergangenen Krisenjahre. Die Gesamtlage stabilisiert sich. Ein Baum wächst nicht an einem Tag, und ein geschädigtes Ökosystem heilt nicht in einem Jahr. Der Wald der Zukunft wird ein anderer sein als der, den wir aus der Vergangenheit kennen. Sachsen blickt beim Waldumbau auf historisch bedingt anspruchsvolle Startbedingungen. Anfällige Fichten, Monokulturen auf teils stark versäuerten Böden prägten lange das Bild. Aus dieser strukturellen Notwendigkeit heraus hat sich die sächsische Forstwirtschaft jedoch zu einem herausragenden Krisenbewältiger entwickelt. Dieser pragmatische Umgang mit extremen Ereignissen wie Dürre und Käferbefall wird heute in bundesweiten Fachkreisen sehr geschätzt. Betrachten wir andere Bundesländer, dann zeigen sich unterschiedliche Stärken. Die bayerischen Staatsforste überzeugen als wirtschaftlicher Branchenprimus durch unternehmerisches Handeln und moderne Technik. BadenWürttemberg, in deren Forsten ich einige Jahre arbeiten durfte, hat sich parallel dazu als ökologischer Vorreiter etabliert. Beide Länder profitieren dabei von ihren geografischen Vorzügen und den naturstabileren Bergmischwäldern. Das Fazit lautet: Es gibt keinen perfekten Weg, um die Jahrhundertaufgabe des Waldumbaus zu meistern. Wir müssen bundesweit voneinander lernen: von Bayerns wirtschaftlicher Effizienz, von Baden-Württembergs Weitsicht und von Sachsens Krisenkompetenz. Wir alle – Forstwirtschaft, Gesellschaft und Politik – sind die Architekten dieses neuen Waldes. Wenn wir heute den Waldumbau konsequent vorantreiben und unsere Förster, Waldarbeiter, Forstbetriebsgemeinschaften und Privatwaldbesitzer mit den notwendigen Mitteln ausstatten, wird dieser Wald kommenden Generationen Schatten spenden, für saubere Luft sorgen und uns verlässlich als wirtschaftliche sowie seelische Kraftquelle dienen. Ich bedanke mich vielmals. (Beifall AfD und Staatsregierung) Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Vielen Dank. Es sprach für die AfD-Fraktion Herr Kollege Österle. Für die BSW-Fraktion folgt nun Herr Abg. Lange; bitte.

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