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Simone Lang

SPD 26.03.2026 Sitzungen 8/27

Eine weitere Frage, nun zum Umgang mit geschützten Arten: Welche Schwerpunkte setzt die Staatsregierung künftig im Umgang mit streng geschützten, zugleich aber in einzelnen Regionen sehr häufig vorkommenden Arten – wir haben schon mehrfach darüber gesprochen: Biber, Kormoran, Fischotter –, um sowohl den Artenschutz als auch das berechtigte Interesse von Landnutzenden sowie Kommunen in Einklang zu bringen? Georg-Ludwig von Breitenbuch, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft: Das Thema Wolf kommt jetzt in eine neue Phase. Parallel dazu ist aber das Thema Kormoran, Fischotter und Biber aufgewachsen, das vor allem die Teichwirtschaft beschäftigt. Ich werbe sehr dafür, dass wir den Schwerpunkt der Teiche – sprich: der Wasserhaltung in der Fläche – nach vorn stellen und entsprechende Möglichkeiten für die Fischer schaffen, damit man mit einem Biber, der den Damm kaputtmacht und dadurch Leib und Leben gefährdet, wenn der Damm durchbricht und das Dorf darunter geflutet wird, zurechtkommen kann. Ein Beispiel aus dem Biosphärenreservat: Es gibt anscheinend freundliche Biberfamilien, die nicht stören. Dann gibt es zwei, die halt schwierig sind. Dafür brauchen wir Möglichkeiten. Wir haben versucht – nur ein Beispiel, Frau Lang –, einen Biber in Richtung der Champagne, also nach Nordfrankreich, zu verlegen. Das ist uns aus rechtlichen Gründen nicht gelungen. Das Rechtssystem um diesen Artenschutz ist zu festgesetzt, wenn man wirklich sagen will: Wir wollen die Teiche erhalten und sehen, dass der Biber sie stellenweise kaputtmacht. Wir haben dort tausend Teiche, die in einer jahrhundertealten Kulturlandschaft künstlich entstanden sind, die aber ein besonderes Biotop darstellen. Deshalb werbe ich sehr dafür, dass wir die Themen Wasserhaltung in der Fläche und Teichkultur in die Priorität bringen und nach oben setzen, damit sich die Dinge darunter sortieren müssen. Wir haben im Naturschutz zurzeit oft die Situation, dass verschiedene Interessen gegeneinanderstehen und so eine gewisse Ohnmacht der Entscheidung herrscht. Das will ich anders haben. Ich will, dass wir eine Priorität beim Thema Wasserhaltung setzen. Auch der künftige Biber freut sich, wenn er Wasser hat, aber er kann dann eben nur an den richtigen Stellen leben, damit diese Teiche erhalten bleiben. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Es besteht die Möglichkeit für eine weitere Frage. – An Saalmikrofon 3 Frau Lang, bitte.

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