Arthur Österle
Diese Frage ist schwierig zu beantworten, aber ich stelle sie trotzdem. Welche Bedingungen müssen Forstbetriebsgemeinschaften erfüllen, um den forstpolitischen Zielen des Landes vollumfänglich gerecht zu werden, insbesondere im Hinblick auf den Wunsch nach einer qualitativen Strukturverbesserung? Georg-Ludwig von Breitenbuch, Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft: Nun ja, sie müssen in der Fläche präsent sein und sich bemühen, einen gewissen Grundstock an Fläche bei sich zu versammeln. Es hilft natürlich, wenn nicht nur ganz kleine mit dabei sind, die auch mal aussetzen. Die machen alle fünf Jahre etwas in ihrem Wald und sonst nichts. Davon kann der Förster, der Geschäftsführer der FBG nicht leben. Das heißt, es ist gut, wenn auch größere Betriebe, die jedes Jahr etwas machen, in der Struktur unterwegs sind. Dann wäre ein Überblick über den Waldbestand gut. Die Forsteinrichtung wird von einem Geschäftsführer geleitet. Er hat ein Zahlenwerk, um den Mitgliedern gegenüber zu rechtfertigen: Was mache ich in eurem Wald, oder habe ich euch betrogen? Das wünschen wir eben nicht. Deswegen ist dafür ein Zahlenwerk sicher hilfreich. Dann geht es natürlich auch um die umfangreiche Betreuung durch uns. Es gibt extra Tagungen für die Forstbetriebsgemeinschaften. Es gibt extra Gespräche mit ihnen, weil wir im Blick haben, dass das funktioniert. Aber es ist in manchen Regionen schwierig. Stolze Forstbetriebsgemeinschaften, gerade in Ostsachsen, wo die Wälder jetzt leer sind und neu aufwachsen müssen, haben damit richtige Schwierigkeiten, sich neu auszurichten. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Schönen Dank. Anderthalb Minuten wären noch übrig. – Dann folgt eine weitere Frage von Herrn Abg. Dornau. Aber das muss jetzt zack, zack gehen. (Zuruf AfD: Er ist wie ein junges Reh!)
