landtag.sachsen.de ↗

Wolfram Günther

GRÜNE 26.03.2026 Sitzungen 8/27

Wir werden nicht energieautark. Wir werden aber einen sehr großen Teil mit unseren erneuerbaren Energien selbst produzieren können. Bei Wasserstoff etwa werden wir tatsächlich auch auf Importe angewiesen sein. Dabei haben wir jedoch den Vorteil, dass wir nicht auf Regionen beschränkt sind, in denen es in der Erde oder unter dem Meer liegt, sondern dass das aus der gesamten Welt geliefert werden kann, wo es genügend Sonne gibt. Das haben wir in Südeuropa und in Andalusien; das haben wir in vielen Bereichen, in denen wir sehr viel stärker diversifizieren können und deshalb kein so großes Risiko tragen und abhängig sind. Das würde funktionieren. (Mike Moncsek, AfD: Spanien liefert uns Wasserstoff, ist klar!) Genauso, wie wir diese volkswirtschaftlichen Abhängigkeiten in der Energieversorgung merken und über die Preise an den Tankstellen reden, schlägt sich das auch auf die Lebensmittelproduktion nieder, etwa auf die Landwirtschaft. Das ist heute noch gar nicht angesprochen worden. Auch dort gilt es, diese Abhängigkeiten von den Fossilen zu durchbrechen, und das muss man strategisch tun. Deswegen ist es auch eine Antwort auf die Frage, wie wir beim Thema Energie eigenständiger werden müssen, dass wir eine Industriepolitik brauchen, damit wir Zukunftstechnologien hier selbst produzieren können. Genauso brauchen wir – was die Lebensmittelversorgung anbelangt – eine regionale Wertschöpfungsstrategie. Wir müssen volkswirtschaftlich wieder mehr Wertschöpfung bei uns aufbauen und nicht immer darauf zurückkommen, dass irgendetwas importiert wird, und behaupten, das wäre billig und preiswert. Das ist es eben gerade nicht, weil wir erpressbar sind, weil wir abhängig sind und weil sich diese Risiken mittlerweile permanent wiederholen. Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Die Redezeit ist abgelaufen, Herr Kollege.

Alle Reden von Wolfram Günther Protokoll ↗