Wolfram Günther
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Kriegstreiber sind Preistreiber, das stimmt. (Heiterkeit Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Es ist aber erstaunlich, dass das BSW hier nicht über Russland gesprochen hat; denn das war in den letzten Jahren einer der größten Kriegs- und Preistreiber, und ist es noch. Ich möchte an die Vollinvasion in der Ukraine 2022 erinnern, als wir noch viel stärker abhängig von fossilen Energien – nämlich von Öl und Gas aus Russland – waren. Damals hatten wir eine Inflation von fast 7 %. Die Energie hatte sich um ungefähr 30 % verteuert. Das Gute ist seitdem: Wir sind mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien vorangekommen. Deswegen prognostizieren heute die Ökonomen im Zusammenhang mit dem, was wir gerade im Golf und der Straße von Hormus erleben, eine Inflation von ungefähr 2,5 %. Wir merken: Das ist immer noch dramatisch, aber wir haben seitdem gehandelt. (Zuruf Jan-Oliver Zwerg, AfD) Deswegen ist es auch Irrsinn, was man hier hört: zurück zu Öl und Gas. Denn wir erleben in einer globalen Situation, dass unsere Volkswirtschaft – was Energie und Energiepreise anbelangt – angreifbar ist. Wenn genau diese Angreifbarkeit auf der Lieferung von Öl und Gas aus dem Orient oder aus Russland basiert, dann ist es doch selbsterklärend, dass man sich davon losmachen muss. (Beifall BÜNDNISGRÜNE) Das geht nur mit erneuerbaren Energien. Übersetzt bedeutet das – auch für die AfD –: deutscher Strom für deutsche Bürger, deutscher Strom für deutsche Industrie und nicht aus dem Orient und aus der sowjetrussischen Region. (Zurufe AfD: Sowjetrussisch? – Gelächter AfD – Jan-Oliver Zwerg, AfD: Im Orient fliegen auch die Teppiche!) Das müssten Sie doch verstehen. Das ist volkswirtschaftlich – ich habe es nur für die AfD übersetzt. Wenn ich dann in diesem Debattentitel höre: wir im Würgegriff von Krieg und Sanktionen im Namen westlicher Werte. – Man kann es gar nicht oft genug wiederholen: Das Erdgas hat Russland 2022 nicht mehr geliefert. (Mike Moncsek, AfD: Falsch! –
