Jörg Urban
Das waren Sie!) – Das interpretieren Sie. (Gelächter CDU und BÜNDNISGRÜNE) Sie sind heute wieder sehr wortgewaltig aufgetreten; das ist eine Stärke von Ihnen, Herr Hartmann, die ich schätze. Aber ganz ehrlich, Sie sprechen hier, als ob Sie die Opposition wären. Sie sind seit 36 Jahren in Sachsen am Ruder. (Beifall AfD) Und dann erzählen Sie uns hier irgendetwas wie: Wer bestellt, soll bezahlen. Wer stellt denn den aktuellen Bundeskanzler? Das ist doch Ihre Partei! Wann fahren Sie nach Berlin und sagen: Liebe Leute von der CDU, ihr macht uns das Leben in Sachsen kaputt, ihr macht unsere Kommunen kaputt? – Davon ist nichts zu hören! Deshalb glaube ich, dass dieser Sachsenfonds, der eine gute Sache ist, Ihr letzter Rettungsanker ist, bevor unsere Kommunen wirklich am Ende sind. Wenn Sie in die Gemeinderäte oder zu den Stadträten gehen, hören Sie doch, wie die Situation im Lande ist. Das können Sie doch nicht alles schönreden. Ich hätte mir in Ihrer Debatte gewünscht, dass Sie auch einmal sagen: Ja, wir haben große Fehler gemacht, und diese und jene konkreten Punkte müssen wir ändern. – Alles, was Sie gesagt haben, war doch Schönfärberei. (Beifall AfD und Matthias Berger, fraktionslos) Deswegen: Wer 36 Jahre den Freistaat regiert, der muss auch den Mut haben zu sagen: Genau diese Probleme sind durch unsere verfehlte Politik entstanden. (Sören Voigt, CDU: Nein!) – Ja, doch, Herr Voigt! (Beifall AfD) Wer nicht in der Lage ist, seine eigenen Fehler zu sehen, der sollte gehen. (Zuruf Tom Unger, CDU) Ihre Zeit ist bald zu Ende, und es ist beschämend, dass Sie heute solch eine Debatte anfangen, während draußen im Lande wirklich den Leuten das Wasser bis zum Halse steht. (Zuruf Andreas Nowak, CDU) Ich glaube, diese Debatte hat Ihnen heute null Punkte gebracht. Ich danke Ihnen trotzdem. Ich freue mich auf die fünfte Runde. (Beifall AfD und Matthias Berger, fraktionslos – Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE, steht am Mikrofon.)
