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Simone Lang

SPD 25.03.2026 Sitzungen 8/26

Steigende Mieten, Lieferengpässe, Fachkräftemangel und die Konkurrenz im Onlinehandel – Apotheken kämpfen mit vielfältigen Herausforderungen. Darauf machten diesen Montag auch in Sachsen viele Apothekerinnen und Apotheker aufmerksam. Die wirtschaftliche Lage von Apotheken – gerade im ländlichen Raum – ist schwierig. Und dabei ist gerade dort der Erhalt der Versorgung so wichtig. Apotheken sind ein zentraler Bestandteil davon. Sie bieten nicht nur Medikamente, sondern auch persönliche Beratung und eine schnelle Versorgung, insbesondere für ältere Menschen und Familien. Die SPD-Fraktion will gemeinsam mit Partnern des Gesundheitssystems Lösungen erarbeiten, um Apotheken als festen Bestandteil der lokalen Infrastruktur zu sichern. Unser Ziel ist es, dass Apotheken auch in Zukunft als Ansprechpartner vor Ort erhalten bleiben und eine verlässliche Gesundheitsversorgung bieten. Vor diesem Hintergrund möchte ich erneut der Fraktion Die Linke für ihren Antrag danken, den wir gemeinsam mit der CDU an der einen oder anderen Stelle angepasst und im Sozialausschuss beschlossen haben. Ziel dieses Antrags ist es, gemeinsam mit dem Sächsischen Apothekerverband, der Sächsischen Landesapothekerkammer, der kommunalen Ebene, dem Institut für Pharmazie der Universität Leipzig und den Krankenkassen ein Maßnahmenpaket „Versorgungssicherheit und Schutz niedergelassener Apotheken in Sachsen“ zu erarbeiten. Zur Wahrheit gehört, dass viele helfende Maßnahmen durch den Bund ergriffen werden müssen. Deshalb fordern wir unter anderem den Abbau von vorhandenen bürokratischen Hürden, Unterstützung bei der Digitalisierung sowie eine Erhöhung des Fixums für Apotheken, um die wirtschaftliche Grundlage zu verbessern. Wir brauchen bessere Regelungen zur Sicherung von Lieferketten von Arzneimitteln, denn eine Störung kann dramatische Auswirkungen für Patientinnen und Patienten haben. Doch auch auf Landesebene werden wir handeln: Die Studienordnung der Pharmazie soll angepasst werden, damit die Apothekerausbildung praxisnäher wird. So gelingt es auch, die Kapazität auf 60 Pharmazie-Studienplätzen pro Studienjahr zu heben und dauerhaft zu halten. Vonseiten des Bundes gibt es vielversprechende Signale: Anfang des Jahres gab es die erste Lesung des Gesetzentwurfs zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung. Das Bundesgesundheitsministerium hat eine Verordnung auf den Weg gebracht, die unter anderem vorsieht, dass Preisnachlässe in Form von handelsüblichen Skonti zwischen Apotheken und pharmazeutischem Großhandel wieder möglich werden. Und auch die Honorarerhöhung soll kommen. Das Ziel in Bund und Land ist klar: Wir werden die Apothekenversorgung sichern und weiterentwickeln. Wir bitten um Zustimmung zum Antrag.

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