Christin Melcher
Frau Präsidentin, vielen Dank. Ich möchte noch ein paar Worte zur Aussprache sagen. Zunächst vielen Dank für die aus meiner Sicht recht gute Aussprache, die noch einmal gezeigt hat, dass wir weiteren Redebedarf haben. Ich möchte auf Frau Trompter eingehen. Ihr Redebeitrag stand unter dem Motto: Es läuft doch schon alles, und wir brauchen diese Anträge nicht. Glauben Sie wirklich, dass zwei Fraktionen einen Antrag einreichen würden, wenn es kein Problem gäbe? Es gibt offensichtlich ein Problem. Deshalb haben wir einen Antrag vorgelegt und wollen darüber diskutieren. (Tina Trompter, CDU: Regional!) Interessant war in Ihren Ausführungen, dass Sie die Betroffenen selbst mit keinem Wort erwähnt haben, also die Auszubildenden, die mit den Konsequenzen auch Ihrer Politik im Land und in der Stadt leben müssen. Ich will Ihnen ein paar Zahlen nennen, um das zu verdeutlichen: 40 % der Auszubildenden bekommen keine Unterkunft in einem Wohnheim. Daher müssen sie meist auf ungeeignete Unterkünfte ausweichen, die wesentlich teurer als das sind, was sie sich leisten können. Vielleicht noch zwei weitere Zahlen: Ein Drittel der Auszubildenden benötigt für einen Weg mehr als anderthalb Stunden. Noch einmal: Ein Drittel braucht bis zu anderthalb Stunden. Das heißt, die Hälfte der Auszubildenden ist täglich drei Stunden unterwegs. Das nur mal so als Zahl. Erklärung
