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Sophie Koch

SPD 25.03.2026 Sitzungen 8/26

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wenn junge Kameradinnen und Kameraden das erste Mal auf einen Massenanfall an Verletzten oder einen großen Verkehrsunfall oder auch eine unklare Lage treffen, dann ist das oft sehr aufregend. Was ihnen in diesem Moment Sicherheit gibt, ist nicht nur ihr eigener Mut, sondern vor allem eine fundierte und moderne Ausbildung. Genau dafür brauchen wir in Sachsen die bestmöglichen Bedingungen. Deshalb ist auch klar: Der Ausbau der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Sachsen am Standort Nardt kommt, und zwar komplett; denn das haben die haushaltstragenden Fraktionen mit dem Haushaltsbeschluss verbindlich vereinbart. Es gibt noch konzeptionelle Fragen zu klären. Aber eines steht fest: Das Versprechen, das wir den vielen Ehren- und Hauptamtlichen in der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und dem Katastrophenschutz gegeben haben, hat Bestand. Die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule ist ein zentraler Ort für die professionelle, umfassende Ausbildung unserer Einsatzkräfte in Sachsen. Sie ist auch mehr als nur ein Lernort. Das zeigt sich nicht nur einmal im Jahr, wenn die Jugendfeuerwehr dort übernimmt. Sie ist ein wichtiger Baustein für die Nachwuchsgewinnung und die Jugendarbeit. Unser Ziel ist ganz klar: Wir schaffen eine moderne Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule, und wir wollen, dass zeitnah mit den Investitionsmaßnahmen in Nardt begonnen werden kann. Für uns gilt: Wenn wir es machen, dann machen wir es richtig. Das heißt, wir starten jetzt mit der geplanten Mehrzweckhalle, aber wir denken den Campus insgesamt, mit Internat, Seminarräumen und einer zukunftsfähigen Infrastruktur. Das Staatsministerium des Innern wird dazu gemeinsam mit der Führung der sächsischen Feuerwehr, insbesondere mit dem Landesfeuerwehrverband und der Leitung der Schule, den Umfang des Hallenbaus abstimmen und ein Gesamtkonzept für den Campus entwickeln. Dabei werden zentrale Fragen noch einmal sorgfältig geprüft. Den vorliegenden Berichtsantrag des BSW verstehen wir als sinnvolle Ergänzung zu unseren bestehenden Plänen. Wir unterstützen daher natürlich dieses Anliegen. Wir haben deshalb als Koalition den bereits eingebrachten Änderungsantrag erarbeitet, gemeinsam in Rücksprache mit den Antragstellerinnen. Denn uns geht es nicht nur darum, den Stand der Modernisierung, die Planung und die Kosten abzufragen. Wir wollen auch wissen: Welche Ausbildungslehrgänge sind vorgesehen? Wie werden Feuerwehr, Kommunen und Hilfsorganisationen beteiligt und welche Erkenntnisse können wir aus vergleichbaren Projekten in anderen Bundesländern ziehen? Eines ist für uns dabei entscheidend, unabhängig vom Berichtsergebnis, und das ist die enge Einbindung derjenigen, die am Ende der Ausbildung von der Ausbildung profitieren. Deshalb werden wir uns gemeinsam dafür einsetzen, dass es zeitnah einen intensiven Austausch mit den verantwortlichen Stellen der Staatsregierung gibt. Denn am Ende geht es genau um die Menschen, die jeden Tag für unsere Sicherheit einstehen: die Kameradinnen und Kameraden. Sie verdienen die besten Ausbildungsbedingungen, die wir ihnen bieten können. Vielen Dank. (Beifall SPD und vereinzelt CDU) Vierter Vizepräsident Albrecht Pallas: Das war Kollegin Koch für die SPD-Fraktion. Nun spricht Kollege Lippmann für die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Bitte, Herr Kollege.

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