Tobias Heller
Im Moment nicht; danke. – Das wollen wir den Bürgern allen Ernstes als Naturschutz verkaufen? Früher hätten sich die GRÜNEN noch an jeden einzelnen Baum gekettet, auf dem ein gefährdeter Vogel nistet, aber heute schaffen Sie Gesetze, um Tausende Bäume für ein einzelnes Windrad zu roden. Heute sind streng geschützte Vögel völlig egal, solange sie klimaneutral vom Himmel geholt werden. Selbst Ihre Parteikollegin Steffi Lemke schaffte schon das Tötungsverbot für gefährdete Vogelarten ab, damals, wohlgemerkt, noch als Bundesumweltministerin. Behörden müssen eben ihre Zerstörung genehmigen, selbst wenn der ökologische Schaden offensichtlich ist. Wenn sich mittlerweile Forstbeamte, Gemeindeverwaltungen und Naturschutzbehörden hilfesuchend an uns wenden, weil sie dieser Zerstörung unserer Landschaften nicht zustimmen und diese ablehnen, sind das dann rechtsradikale Hetzer? Nein, das sind einfach Menschen wie wir, die das bewahren wollen, was sie lieben. In der Vergangenheit war es leider so, dass niemand – außer den GRÜNEN – unseren Heimat- und Naturschutz in Sachsen so geschliffen hat wie Sie – mit einer Festschreibung von sogenannten überragenden öffentlichen Interessen im ErneuerbarenEnergie-Gesetz durch Herrn Habeck oder einem skrupellosen Freifahrtschein für die Ökolobby. Die Kommunen lehnen Windparks in Rats- oder Bürgerentscheiden ab und bekommen sie trotzdem vor die Nase gesetzt. Wie so oft reden Sie von der Stärkung des Mitspracherechts; aber Ihre Partei ist es, die genau dieses Mitspracherecht des ländlichen Raums de facto abschafft, und das betrifft die Mehrheit der sächsischen Bürger. Die Mehrheitsmeinung war Ihnen schon immer egal, solange sie hauptsächlich Ihre Interessen durchboxen konnten; denn für die GRÜNEN sind der Naturschutz und unsere Kommunen nur noch Verhandlungsmasse. Sie opfern lieber gern die Wälder und unsere Landschaft für ihre Klima-Utopie. Und wenn man genau hinschaut, ist nicht einmal der vorgebliche Klimaschutz Ihre wahre Agenda, wenn ich nur an die Abstimmung Ihrer Parteikollegen im EU-Parlament denke, bei der es um den Kompromiss zum Verbot von Schwefelhexafluorid ging, den Sie bis zum Jahr 2032 hinausgezögert haben. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Möchten Sie jetzt eine Zwischenfrage zulassen?
