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Wolfram Günther

GRÜNE 05.02.2026 Sitzungen 8/25

Mich würde mal interessieren, welche Aktivitäten es gibt, um dieses Herzstück in Böhlen zu retten und in Betrieb zu lassen und was bei Dow passiert. Und ich würde auch gern noch etwas zu Nünchritz hören. Dirk Panter, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz: Vielen Dank. Dann sage ich kurz zu Nünchritz, dass wir die Informationen natürlich auch kennen und dass wir mit der Werksleitung im Gespräch sind. Wir haben identifiziert, dass es neben den harten Faktoren – 1 500 Arbeitsplätze in Deutschland sollen an den drei großen Standorten abgebaut werden – auch weiche Faktoren im Standortwettbewerb gibt. Wie gut arbeitet man zum Beispiel mit Behörden zusammen? Wie einfach kann man bestimmte Prozesse durchführen? Gemeinsam mit dem Umweltministerium engagieren wir uns, dass wir dort sehr zugewandt arbeiten können, selbstverständlich im Rahmen des geltenden Rechts und der Richtlinien, die es gibt. Für uns ist das ein sehr wichtiger Aspekt, und wir wollen schauen, dass der Einschlag, der kommen wird, nicht so stark ist, dass es den Standort gefährdet. Das muss unser Ziel sein, über Rahmenbedingungen, Bund etc. Dazu ist die Zeit jetzt zu kurz, um das weiter auszuführen. Was Dow angeht: Wir haben im April letzten Jahres die Ankündigung gehört, die im Juli in eine konkrete Absicht gemündet ist. In der Zwischenzeit hatten wir intensive Gespräche begleitet, die auch die Geschäftsleitung von Dow in Deutschland, in Europa geführt hat. Wir waren sehr zuversichtlich. Das wurde zwischenzeitlich etwas schwieriger. Gespräche wurden nach unserem Kenntnisstand zwischenzeitlich auch abgebrochen. Es gibt nach unserer Kenntnis aber weiterhin Interessentinnen und Interessenten, die bereit und willens sind, in Richtung chemische Industrie zu gehen, weil das unser Hauptfokus ist. Wir haben auch in Richtung Bundesregierung – das hat in einer Befragung im Bundestag beim Bundeskanzler kurz vor Weihnachten eine Rolle gespielt – sehr deutlich gemacht, dass wir dafür Unterstützung brauchen; denn das wird am Ende in der Konzernzentrale in Midland, USA entschieden. Dafür sind die Schulterklappen, die ich habe, eindeutig zu klein. Dafür brauchen wir wahrscheinlich die ganz oben vom Bundeskanzler, der auch schon Gespräche hatte. Wir wollen auf jeden Fall deutlich machen, dass dieser Cracker, dass Dow, genauso wie die Kavernen und Schkopau für den mitteldeutschen Chemieverbund absolut zentral sind, den wir auch in der Zukunft brauchen. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Die Redezeit. Dirk Panter, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz: Wir siedeln dort ja eine Großinvestition mit dem Forschungszentrum CTC an. Auch dafür wird es dringend gebraucht und deshalb kämpfen wir sehr intensiv darum. Ob wir es schaffen, wird sich zeigen. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Herr Kollege Günther hat eine weitere Frage an Saalmikrofon 3. Sie dürfen, bitte.

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