Wolfram Günther
Kollege Heinz, kennen Sie die Fälle auch aus Sachsen, bei denen in der Vergangenheit ökologisch wirtschaftende Betriebe wegen der Abdrift von Nachbarbetrieben – da ging es um Pestizide – ihre Produkte nicht mehr an ihre Händler und Weiterverarbeiter verkaufen konnten? Sie selbst hatten zwar bestimmte Produktionskriterien eingehalten. Aber sie hatten sich dafür verbürgt, dass bestimmte Stoffe nicht in den Produkten enthalten sind. Diese waren dann aber in ihren Produkten. Mit dem Problem standen die Betriebe allein da. Das bedeutete, dass komplette Jahresernten nicht mehr verkäuflich waren. Gestandene Biobetriebe, an denen mehrere Familien hängen – ich nenne hier Mahlitzsch, denen das passiert ist – standen damit vor Existenzbedrohungen. Lieber Kollege, Sie haben gerade gesagt, dass das kein Problem wäre. Ich erinnere mich da anders. Kennen Sie diese Fälle auch?
