Conrad Clemens
Tja, das ist nicht einfach, weil es im Prinzip jetzt schon passiert. Es ist nicht nur so, dass Verträge der Erzieherinnen und Erzieher nicht verlängert werden, sondern es werden auch weniger eingestellt. Wer jetzt mit seiner Erzieherausbildung fertig wird, hat schon Schwierigkeiten. Es gehen auch Menschen in den Ruhestand, und es werden immer wieder Erzieherinnen und Erzieher gebraucht, aber wir sehen schon, dass Erzieherinnen und Erzieher in die Schulen drängen. Wir haben für 100 Schulassistenten im Startchancen-Programm 2 500 Bewerber gehabt. Was denken Sie, wer das war? Erzieherinnen und Erzieher! Das ist ganz, ganz bitter. Wenn ich mit der Straßenbahn fahre, sehe ich Werbung „Erzieherinnen und Erzieher für München gesucht“. Es ist super bitter. Wir können das Problem im Bereich Kita nicht komplett lösen, weil weniger Kinder automatisch zu weniger Erziehern führen. Im Bereich Schule können wir das noch etwas abfedern durch kleinere Klassen oder jahrgangsübergreifendes Lernen, wo man versucht Schulstandorte zu erhalten. Aber es wird in den Dreißigerjahren auch bei den Lehrkräften weniger Stellen geben. Wir müssen ehrlicherweise schon bei der Ausbildung beginnen. Also, wir subventionieren gerade noch die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung. Wir haben für die nächsten Jahre Absolventenzahlen bei der Grundschule, die man doch relativ kurzfristig anpassen sollte. Es besteht absolut ein Handlungsdruck, so viele Erzieher wie möglich zumindest in der Schulfamilie sowie in der frühkindlichen Tagesordnungspunkt Medizinische Versorgung sicherstellen „Berichts zur Fortschreibung des Versorgungs- und Arztbedarfes in Drucksache 8/3410, mit Stellungnahme Hierzu können die Fraktionen Stellung nehmen in der Reihenfolge: AfD, CDU, BSW, SPD, BÜNDNISGRÜNE, Bildung zu halten, auch wenn sie nicht direkt in einer Kita beschäftigt sind. Erste Vizepräsidentin Ines Saborowski: Für noch eine Frage wären 40 Sekunden übrig.
