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Conrad Clemens

04.12.2025 Sitzungen 8/23

Auch hier lohnt sich ein Blick in andere Länder. Wir sind ja zu Recht stolz auf unser Schulsystem, aber es gibt auch bestimmte Dinge, die wir uns bei anderen anschauen können, von anderen abgucken können. Da ist aus meiner Sicht das kanadische Schulsystem ein tolles Beispiel. Herr Wurzler hat es eben angesprochen, wir hatten das gerade schon: diese evidenzbasierte Unterrichtsentwicklung, Schulentwicklung. Dies fokussiert man in Kanada eben nicht nur auf: „Löse hier bitte mal folgende Aufgabe. Wie gut schaffst du das?“ Vielmehr fragt man die Schülerinnen und Schüler auch: „Wie geht's dir eigentlich? Wie geht es dir gerade? Wie fühlst du dich?“ Das wird auch kontinuierlich in den Mittelpunkt gesetzt. Ich muss nach einem Jahr sagen: Wir reden natürlich viel über Schule, Bildungsinfrastruktur, Lehrkräfte. Ich finde, wir reden viel zu wenig über die Schülerinnen und Schüler und wie es ihnen eigentlich an unseren Schulen geht. Deswegen bin ich sehr dafür, das zu unterstützen. Ich bin auch dafür, dass wir uns ansehen: Wie viele Klausuren, Klassenarbeiten finden eigentlich statt? Ist das nicht manchmal etwas geballt, wenn man dann zwei oder drei Arbeiten in einer Woche schreibt? Es ist so, dass wir durchaus sehen, dass unsere Lehrkräfte sehr gerne Arbeiten schreiben lassen und sehr gerne diese Noten geben. Sie wollen über das Jahr hinweg ganz viele verschiedene Punkte zur Leistungsmessung haben. Ich finde, es gehört zum Bildungsland 2030 dazu, dass wir neue Wege gehen und sagen: Weniger ist vielleicht mehr. (Zuruf AfD: Weniger Leistung? –

Protokoll ↗