Conrad Clemens
Ja, wir wollen das verankern. Wir überprüfen das gerade mit dem Ziel, dass man es untergesetzlich regeln kann. Wie soll es umgesetzt werden? Ein Klassenrat ist meiner Vorstellung nach wie dieses Parlament hier. Die Schülerinnen und Schüler kommen zusammen und entscheiden über bestimmte Fragestellungen; das kann beispielsweise eine inhaltliche Frage sein. Ich könnte mir sogar vorstellen – aber darüber müsste man diskutieren –, dass man einen Teil des Schulbudgets auch den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellt – dazu gibt es auch Konzepte –, quasi als Klassenbudget oder Schülerbudget. Dann könnte man gemeinsam überlegen: Wollen wir neue Sportgerätschaften wie Fußbälle kaufen oder lieber eine Trommel für den Musikunterricht? (Sebastian Wippel, AfD: Oder ein Cello!) Das ist etwas, was ich mir durchaus vorstellen kann. Aber es ist an Schulen immer wichtig, dass man nicht immer alles gleich und sofort und überall macht, sondern dass vielleicht gesagt wird: Wir führen das zunächst in einer Klassenstufe ein; es findet gemäß Stundenplan einmal im Monat ein Klassenrat statt, und dann probieren wir das einmal aus – möglicherweise im Rahmen eines Schulversuchs. Ich möchte zum nächsten Schuljahr in dieser Hinsicht schon etwas Praktisches sehen, also, dass es mehr Klassenräte an den sächsischen Schulen gibt.
