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Conrad Clemens

04.12.2025 Sitzungen 8/23

Bei den Kitas halte ich es für absolut richtig, dass die kommunale Ebene das selbst entscheidet und selbst verwaltet. Das sind gerade keine einfachen Diskussionen in den Stadt- und Gemeinderäten: Wie kann man Kitas zusammenlegen? Wie kann man Kapazitäten gut aussteuern? Aber dort als Land reinzugehen, das halte ich für falsch. Das müssen die Kommunen selbst entscheiden. Das Zweite ist: Natürlich wird uns diese demografische Entwicklung – Sie sagen es ja richtig – sehr schnell in der Schule einholen. Wir haben schon jetzt weniger Erstklässler. Das ist allerdings ein Prozess von zehn bis 15 Jahren. Es wird zunächst in der Grundschule ankommen und sich dann in den weiterführenden Schulen fortsetzen. Hier sind bereits gute Voraussetzungen geschaffen worden. Ende der Neunzigerjahre, zum Jahrtausendwechsel, haben wir Schulen ziemlich rigoros geschlossen. Wir haben gesagt: Es muss die Zügigkeit vorhanden sein und ansonsten, wenn ihr das nicht schafft, machen wir die Schule zu. Mittlerweile haben wir Möglichkeiten, die Zügigkeit zu reduzieren. Wir können aus einer dreizügigen Grundschule eine zweizügige oder eine einzügige machen. Wir können sogar jahrgangsübergreifendes Lernen anbieten. Wenn in einem Jahr mal nur acht Kinder da sind, dann kann man die auch mit der 2. Klasse zusammenbringen und den Schulstandort bewahren. Mein Ziel ist es, dass wir unser dezentrales Schulsystem so gut es geht bewahren. Denn wenn die Schule und die Kita zumachen, wo sollen die jungen Familien denn herkommen? Es ist sehr wichtig, dass wir versuchen, so gut es geht herunterzufahren, aber die Struktur vor Ort erhalten.

Protokoll ↗