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Valentin Lippmann

GRÜNE 04.12.2025 Sitzungen 8/23

Eindeutig, diese Kremlpropaganda!) Meine Damen und Herren! Hinzu kommt, dass ein staatliches Verbot sich ohnehin kaum durchsetzen ließe, ohne die Verhältnismäßigkeit grob zu missachten. Wollen wir wirklich Polizei- und Ordnungskräfte in der Silvesternacht massenhaft gegen Bürgerinnen und Bürger einsetzen, nur weil sie eine Rakete zünden? Das wäre völlig unverhältnismäßig. (Widerspruch Valentin Lippmann, BÜNDNISGRÜNE) Meine Damen und Herren! Wir haben in der Coronazeit gesehen, wohin solche Eingriffe führen. Demonstrationen gegen die Coronapolitik wurden verboten, Grundrechte eingeschränkt. Das Ergebnis war nicht weniger Protest, sondern mehr Misstrauen und gesellschaftliche Spaltung. Genau diesen Fehler dürfen wir nicht wiederholen. Was wir brauchen, meine Damen und Herren, ist kein Verbot, sondern ein Umdenken, ein Bewusstsein dafür, dass wir Verantwortung für die Umwelt, für die Mitmenschen, für die Tiere tragen. Das sage ich ganz bewusst, denn ich habe seit Jahrzehnten keinen Euro für Böller ausgegeben. Dazu drei Leitgedanken: Erstens. Wir brauchen Aufklärung statt Verbote. Wir müssen immer wieder deutlich machen, welche Folgen das Böllern für die Luft, (Beifall BSW) für die Straßen, für die Rettungskräfte hat; denn nur wer versteht, handelt verantwortungsvoll. Zweitens. Gemeinschaftliche Alternativen. Statt vieler kleiner unkontrollierter Feuerwerke können Städte und Gemeinden zentrale professionelle Feuerwerke oder Lichtshows anbieten. Das reduziert Müll und Gefahren, schafft aber trotzdem festliche Atmosphäre. Drittens. Freiwilligkeit und Vorbildwirkung. Jeder Einzelne kann entscheiden, ob er wirklich Raketen zünden muss oder ob das neue Jahr auch ohne Knall begrüßt werden kann. Wenn immer mehr Menschen bewusst darauf verzichten – und das ist ja offenbar der Fall –, dann wird irgendwann ein neuer Brauch entstehen: das stillere, aber nicht weniger fröhliche Silvester. Meine Damen und Herren, auch wir wollen Tiere schützen, die Umwelt entlasten und unseren Rettungskräften den Rücken stärken. Aber wir wollen es tun, ohne Traditionen zu verbieten. Wir setzen auf Einsicht, auf Verantwortung, auf gemeinsames Umdenken; (Beifall BSW) denn ein nachhaltiges Silvester entsteht nicht durch Verbote, sondern durch die Bereitschaft, Neues zu wagen und Altes bewusst zu verändern. Nur so schaffen wir ein Fest, das Freude bringt – ohne Leid, ohne Müllberge, ohne unnötige Belastungen. Vielen Dank. (Beifall BSW und AfD)

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