Ralf Böhme
Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich registriere überparteiliche Einigkeit bei der Unterstützung des sächsischen Sports. Insofern würde ich meine weiteren Ausführungen komprimieren. Der Maßstab, ob die Aussagen, insbesondere von CDU und SPD, mehr als Lippenbekenntnisse sind, werden die nächsten Haushaltsverhandlungen zeigen. Um das Sportland Sachsen in Bewegung zu bringen, so wie es der Titel suggeriert, müssen die objektiven Bedarfe des sächsischen Sports im nächsten Haushalt in einer völlig anderen Größenordnung abgebildet werden, und das BSW wird sich dafür voll einsetzen. Der Neubau- und Sanierungsbedarf der Vereinsinfrastruktur in Sachsen ist gigantisch. Die Sportmilliarde, die ja ein schöner Begriff ist, aber am Ende auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre, würde dafür gar nicht ausreichen. Zweitens. Die Leistungssportstrukturen sind zu stützen, insbesondere die Bezahlung der Trainerinnen und Trainer. Leistungssporttrainerinnen und -trainer sind auf ein Niveau zu heben, das die Abwanderung dieser Trainerinnen und Trainer stoppt und das uns überhaupt in die Lage versetzt, als Freistaat Sachsen hoffnungsfrohe Medaillenkandidaten bei möglichen Olympischen Spielen aufweisen zu können. Die sportwissenschaftliche Ausbildung ist weiter auszubauen, weiter zu stärken, auch wenn damit die Liquidation der DHfK in Leipzig nach 1990 nicht mehr geheilt werden kann. Deutlich zu stärken ist die Unterstützung des Ehrenamts; die Rolle ist hier schon vollumfänglich beschrieben worden. Es gibt definitiv einige Ansatzpunkte, die auch eine finanzielle Untersetzung erfordern. Ich denke nur an den untragbaren Zustand, dass ehrenamtliche Vereinsmitglieder oder Vereinsfunktionsträger beispielsweise Baumaßnahmen stemmen müssen, das heißt, sie kümmern sich um Genehmigungen und Umsetzungen von Baumaßnahmen zum Teil im Millionenbereich. Dabei ist externe Unterstützung denkbar, das kostet Geld. Das wäre beispielsweise ein Punkt, der finanziell im nächsten Haushalt dargestellt werden müsste. Fünftens, ebenso genannt, die Kopplung von Schul- und Vereinssport unter Nutzung von Kompetenzen auf beiden Seiten mit dem Ziel der Ertüchtigung und der Motivation unserer Kinder, sich sportlich zu betätigen und damit ihrer Gesundheit im späteren Leben einen wertvollen Dienst zu erweisen. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. (Beifall BSW) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Böhme sprach für die Fraktion des BSW. Nun frage ich die Fraktion Die Linke: Sie hätten noch 1 Minute und 30 Sekunden. – Kein Bedarf mehr. Dann könnten wir jetzt in die dritte Rederunde einsteigen. Für die SPD-Fraktion spricht Kollege Pallas, bitte schön.
