Jörg Schmidt
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen, Damen und Herren Abgeordnete! Man sieht, eine solche Sportdebatte ist breit gefächert. Kollegin Schaper, Sie haben es gerade angesprochen. Es ist eine gesellschaftliche Diskussion. Hier geht es um Teilhabe, Zusammenhalt, Schulsport, Breitensport. Aber auch die wirtschaftliche Förderung bzw. die Förderung des Tourismus sollte eine wichtige Komponente in dieser Debatte sein. Wir als CDU-Fraktion machen uns an der Stelle stark für den Breiten- sowie für den Spitzensport. Wir legen Wert darauf, dass die Sommersportarten gleichberechtigt mit den Wintersportarten gesehen, behandelt und zukünftig gefördert werden. Wir haben im Freistaat Sachsen wichtige Standorte, die bereits in ihrer Nachwuchsarbeit dafür sorgen, dass daraus Spitzensport etabliert werden kann. Denken wir an die Standorte in Altenberg, Oberwiesenthal, Klingenthal oder den Sportpark in Rabenberg. Diese stehen exemplarisch für sportliche Erfolge im Freistaat Sachsen. Aus diesen Stätten heraus entsteht eine ganz klare Botschaft: Wir im Freistaat haben die Möglichkeit und die Fähigkeit, Großsportereignisse stattfinden zu lassen und aus dieser Region dann touristisch zu profitieren. Wir sollten die mediale Außenwirkung dieser Großsportereignisse nicht unterschätzen. Daher ist es richtig, dass wir auch in den kommenden Jahren bis 2027 insgesamt 22 Millionen Euro in die Wintersportorte des Freistaates Sachsen investieren wollen. Diese Investition, sehr geehrte Damen und Herren, ist nicht nur gut angelegtes Geld in die Sportinfrastruktur, sondern sie erzeugt eben diesen unverzichtbaren Synergieeffekt für den Tourismus. Gerade in den ländlich geprägten Wintersportregionen des Erzgebirges oder des Vogtlandes ist das eine bedeutende Wirtschaftsförderung. Mit einem klaren Bekenntnis des Freistaates Sachsen zu Großsportereignissen stärken wir zugleich den Wirtschaftsstandort und den Tourismus in unserem Land. Solche Veranstaltungen entfalten eine nachhaltige Wirkung. Nächste Woche findet in meiner Heimatregion Klingenthal der Skisprung-Weltcup statt. Es ist wichtig, dass wir auch in diesem Hohen Haus darüber reden. Warum? Ganz einfach: An diesem Tag kommen Zigtausende – man geht ungefähr von 10 000 bis 12 000 Zuschauern aus – nach Klingenthal ins Vogtland. Die Welt schaut hier auf diesen Freistaat. Ein besseres Aushängeschild für unsere Regionen können wir uns nicht vorstellen. Hier können wir die Gastfreundschaft des Freistaates präsentieren, gleichzeitig aber auch unter Beweis stellen, dass wir Großsportveranstaltungen ausrichten können. Ich denke, wir haben im vergangenen Sommer bewiesen, dass auch Großstädte wie Leipzig ein Sport- und Turnfest in guter alter Tradition ausrichten können. Es sind nicht nur rein kommerzielle Veranstaltungen, sondern es sind auch viele Ehrenamtliche, die sich in der Vorbereitung und Durchführung dankenswerterweise einbringen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an all diejenigen, die das möglich machen Herr Lippmann, Sie haben es angesprochen: Ja, auch über eine Bewerbung für die Olympiade und die Paralympischen Spiele sollten wir eine breite Debatte führen und alle mitnehmen. Aber die Entscheidung, dass wir uns bewerben, ist richtig; denn Großereignisse sind ein Motor für die Wirtschaft, für die Infrastruktur, für den Tourismus. Und deshalb sind es nicht nur kurzfristige Shows, sondern kurzum: Sport ist mehr. Er verbindet und ist essenziell für die Entwicklung des Tourismus hier bei uns im Freistaat Sachsen. Herzlichen Dank. (Beifall CDU, SPD, BÜNDNISGRÜNE und Staatsregierung) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Schmidt sprach für die CDU-Fraktion. Kollege Gumprecht spricht nun für die Fraktion AfD. Bitte schön.
